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Diese sechs BIM-Trends sollten Sie kennen

Publiziert am 10.08.2018 von Redaktion Swissbau
6 BIM Trends
Swissbau BIM ermöglicht uns optimiertes Planen, Bauen und Bewirtschaften von Gebäuden und anderen Bauwerken. 2018 ist für BIM erneut ein spannendes Jahr: Bisherige Trends setzen sich immer mehr durch; dank neuen Technologien werden Arbeitsprozesse noch produktiver. Die folgenden sechs Entwicklungen sollten Sie bei Ihrer Arbeit mit BIM berücksichtigen.

Trend 1: Modularer Bau und Fertigbau

Aus der Vorfertigung von HLK-Elementen mit BIM ergeben sich grosse Vorteile für die anschliessende Konstruktion des Fertigbaus. Daraus resultieren ein beschleunigter Bauprozess und erheblich weniger Kostenaufwand. So können HLK-Ingenieure anhand der Informationen im BIM-Modell Zeichnungen erstellen und dabei Produktinformationen und Anweisungen für die Fertigung direkt miteinbeziehen. Die Komponenten können danach schneller zusammengesetzt werden, was einen effizienteren Arbeitsablauf von der Konstruktion bis zum fertigen Bau ermöglicht.

Trend 2: 3D-Druck

Seit einiger Zeit etabliert sich der 3D-Druck in der Bauwirtschaft. Was als Spielerei begonnen hat, ist heute eine hilfreiche und vielversprechende Technologie. Bereits 2017 wurde das erste Haus komplett aus einem 3D-Drucker erstellt. 3D-Druck geht schnell und ist präzise. In relativ kurzer Zeit können mit Hilfe der flinken Maschinen Gebäudeelemente erstellt werden. Doch auch innerhalb eines BIM Prozesses ist 3D-Druck hilfreich: zum Beispiel beim Erstellen von Modellen oder Prototypen oder bei der Herstellung von Komponenten und Fertighausteilen. Das Limit des 3D-Drucks ist noch lange nicht erreicht – lassen wir uns überraschen, wie es weiter geht.

Trend 3: Das grüne BIM

Nachhaltigkeit wird im Bereich des BIM immer wichtiger. Obwohl BIM bereits positive Auswirkungen auf die interne Effizienz und die Kettenkooperation hat, spielen ökologische Vorteile eine immer grössere Rolle. Dank BIM können Gebäude und andere Bauwerke durch die integrierte Berücksichtigung von Material- und Energieeigenschaften energieeffizienter geplant und gebaut werden. In der Betriebsphase werden mit den richtigen Produkten und Materialien enorme Einsparungen beim CO2-Ausstoss und den Kosten für Energie und Unterhalt erreicht. Ebenfalls Thema ist die Kreislaufwirtschaft: Bereits in der Konstruktionsphase wird simuliert, wie das entstehende Gebäude mit minimalem Aufwand zurückgebaut und recycelt werden kann.

Trend 4: BIM auf der Baustelle

BIM hält mittels Drohnen und 3D-Laserscans direkt auf den Baustellen Einzug. Durch die Aufnahmen und Scans können die erstellten BIM-Modelle mit hilfreichen Zusatzinformationen angereichert werden. Der Einsatz von exakten 3D-Scans macht die Umsetzung von komplexen Projekten um einiges einfacher, wenn zum Beispiel das Abmessen von Projektkomponenten von Hand zu schwierig ist oder gefährlich wird. Die Kombination der Scanner mit Drohnen ist eine vielversprechende Möglichkeit, den Aufbau präziser BIM-Modelle stark zu vereinfachen und dadurch die Sicherheit auf dem Bau weiter zu fördern.

Trend 5: Internet der Dinge

Das smarte Haus strotzt schon heute von Tools, wie intelligenten Lüftungssystemen oder Thermostaten. Zukünftig wird das Internet der Dinge sich wohl noch stärker auf die Arbeit von Installateuren und Modellierern auswirken. Modellieren und Bestellen sind bereits heute über BIM Apps zu modellbasierenden Planungsmethoden viel einfacher. Da dank der Apps stets mit aktuellen Daten und Produkten gearbeitet und geplant werden kann, vereinfachen diese den Planungs- und Bestellprozess deutlich. Es ist zu erwarten, dass das Internet der Dinge zukünftig die Arbeiten während der Planungsphasen von Gebäuden grundlegend verändern wird, wenn neue Apps dazukommen, weitere Produktpaletten ergänzt und die Prozesse dadurch noch effizienter werden.

Trend 6: Augmented und Virtual Reality

Beides ist nicht neu und konnte bereits im Januar 2018 im Swissbau Innovation Lab getestet werden. Die Präsentation von Projekten gegenüber Kunden wird durch die neuen Technologien zum einmaligen Erlebnis. Doch auch zu Schulungszwecken oder in der Planungsphase eines Gebäudes stellen die virtuellen Bilder eine willkommene Bereicherung dar. Zukünftig ist mit den AR-Brillen sogar eine Fernwartung eines Gebäudes oder einer Anlage durch einen Techniker denkbar. Werden die verbauten Produkte in Bauprojekten mit den entsprechenden Daten verknüpft, ist fast alles möglich. Ein Trend, den es im Auge zu behalten gilt.



Schweizer BIM Kongress

Um die Trends der Digitalisierung geht es auch am Schweizer BIM Kongress 2018, der von Bauen digital Schweiz in Kooperation mit der Swissbau organisiert wird.

An der zweitägigen Veranstaltung werden die aktuellen Themen zur digitalen Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft in verschiedenen Veranstaltungsformaten diskutiert. Am ersten Tag findet das Symposium mit dem Arc-Award BIM statt, am zweiten Tag werden die relevanten Fragestellungen im BIM Camp vertieft. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Ausstellung, in der die neuesten digitalen Technologien und Produkte führender Unternehmen präsentiert werden. Das Symposium am 8. November 2018 wird simultan ins Französische übersetzt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Redaktion Swissbau

Redaktion Swissbau

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