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Das Badezimmer im Wandel der Zeit

Publiziert am 28.10.2017 von Redaktion Swissbau
Trendwelt Bad
Trends Wussten Sie, dass Badezimmer erst Mitte des 20. Jahrhunderts Einzug in unsere Häuser gehalten haben? Kein Raum hat sich seit der Antike dermassen grundlegend verändert. Die Trends zeigen, wie individuell Bäder heute gebaut werden. Neues und Bewährtes wird kombiniert. Todgeglaubtes wie Tapete erlebt ein Revival.

Die Reise durch die Welt der Badezimmer beginnt in der Zeit der Griechen und der Römer, als Badekultur sehr hoch gehalten wird. Bereits 150 Jahre vor Christus trifft man sich in grosszügigen Thermen, um sich beim Baden, bei Massagen und der Körperpflege von den Strapazen des Alltags zu erholen. Später im Mittelalter kommt dann der Bruch. Damals denkt man, dass Puder und Parfum für den Körper besser wären als die Reinigung mit Wasser. Erst im 19. Jahrhundert finden erste Wasserleitungen den Weg in Herrenhäuser und Paläste. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wird das Badezimmer zusehends auch in normalen Haushalten Europas zum Standard.

Mehr als Waschbecken, Toilette und Dusche

Das Badezimmer ist heute viel mehr eine Wellnessoase. Wir lieben es, in unseren Bädern die Seele baumeln zu lassen und unserem individuellen Körperkult zu frönen. Zweckmässigkeit weicht Individualität. Internationale Designer, wie Versace, Joop oder Starck machen sanitäre Einrichtungen «en vogue». Warme Materialien, florale Muster und Farben bestimmen das Erscheinungsbild unserer Bäder. Der gekachelte Raum war früher. Heute werden, mit grossem und kleinem Budget, wahre Schmuckstücke geschaffen.

Tradition trifft auf Purismus
Viele aktuelle Einflüsse im Baddesign stammen aus dem asiatischen und orientalischen Raum. Seit jeher sind Baderituale in Ost und Fernost stärker verankert als bei uns. So halten Teak-Holz, Kerzenschein, verschiedene Düfte und Buddha-Statuen Einzug in unsere Badewelten. Leichte Gegensteuer geben Materialien wie Naturstein, Glas oder Stahl, die ebenfalls vermehrt zum Einsatz kommen. In Mode sind grosse Einzelwaschbecken aus einem Stück mit Platz für zwei. Am liebsten aus schlichtem Material und auf einer grosszügigen Platte stehend. Die Dekoration wird meist auf ein Minimum reduziert. Farblich abgestimmte Handtücher und gezielt platzierte Accessoires sorgen für den gewünschten einheitlichen Eindruck. Wie in luxuriösen Hotelsuiten, werden Bad und Schlafraum zusehends miteinander zu einem grossen, privaten Rückzugsort verschmolzen.

Wohlfühloasen mit hoher Energieeffizienz
Obwohl sich Badewannen und Whirlpools nach wie vor grosser Beliebtheit erfreuen, geht der Trend stark in Richtung Duschen. Der dadurch frei werdende Raum wird gerne zugunsten der Grösse der energieeffizienteren Alternative verwendet: je grösser die Dusche, desto besser. Dazu gehören grosse Duschköpfe, Regenbrausen und integrierte Dampfbäder – farbenfrohe Lichtspiele inklusive. In der Mietwohnung sorgt man mittels LED-Lösungen für das angestrebte Emotionslicht. Neu erleben zudem Tapeten ihr Revival und finden ihren Weg ins Bad. Dominierend sind Farbtöne wie Sand, Braun oder Grau, teilweise durchaus mit floralen oder grafischen Elementen ergänzt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Digitalisierung macht vor dem Badezimmer nicht halt. Das scheinbar Unmögliche wird möglich. Oder haben Sie Ihr Badewasser schon einmal auf dem Heimweg einlaufen lassen? Alles, was dazu benötigt wird, sind die entsprechenden elektronischen Einrichtungen. Mittels personalisierter Einstellungen verhält sich die Dusche genau nach Wunsch. Ob lauwarmer Regen oder erfrischender Strahl – lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf und verwirklichen Sie Ihren eigenen Badtraum.

An der Swissbau 2018 widmet sich die Trendwelt Bad in der Halle 2 der Zukunft des Badezimmers.

Redaktion Swissbau

Redaktion Swissbau

Der Swissbau Blog ist eine dialogorientierte Online-Plattform für aktuelle Beiträge zur Bauwirtschaft in der Schweiz. Neben zahlreichen Beiträgen aus dem Themenspektrum des Swissbau Focus liefert er regelmässig interessante News und Hintergründe zur Baubranche bzw. zur Swissbau selbst. Informationen zur Autorenschaft finden sich im Impressum. Bitte beachten Sie zudem die Blog Policy.

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