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Itten+Brechbühl AG: Echte Kollaboration dank OpenBIM

Itten + Brechbühl AG

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OpenBIM: Ein offenes Buch zum Entschlüsseln komplexer Bauwerke

In der Welt der Wissenschaft kursiert das Bonmot: «Sechs Monate im Labor haben mir einen Nachmittag in der Bibliothek erspart». Die Ironie trifft auch auf die Bauwirtschaft zu: Die Bibliothek ist hier das BIM-Modell. Wie viele Stunden der endlosen Problemsuche in poetisch verfassten Protokollen würden wegfallen, wenn jeder Beteiligte die sein Gewerk betreffenden Pendenzen unmittelbar nach dem Koordinationsworkshop in Form von bebilderten Checklisten, beziehungsweise Protokolldateien, direkt in seinem Autoren-Werkzeug (CAD) erhält? Genau diesen Ansatz verfolgt die Itten+Brechbühl AG, zum Beispiel beim Bau des Hauptquartiers der Sportfirma Scott SA in Givisiez, FR. Am Schweizer BIM Kongress 2017 wurde das Projekt im Bereich «Kollaboration» mit dem Arc-Award – BIM –Gold ausgezeichnet.

Architekten und Fachplaner verfügen mit IFC Modellen und Model-Checker Berichten oder BCF Protokollen in Projektteams über einen effizienten Kommunikationskanal. Das «eierlegende Wollmichsau CAD» gibt es nicht und wird es insbesondere mit wachsender Vernetzung der Prozesse auch nie geben. Daher muss auf offene und internationale Austauschstandards fokussiert werden.

Die disziplinübergreifende Zusammenarbeit mit Hilfe der BIM-Methode stärkt die federführende Rolle des Architekten. Seine Freiheit, nicht nur zu modellieren, sondern das Modell auch mit relevanten Daten im Hinblick auf die Ausführung zu ergänzen, macht daraus einen wertvollen Gehilfen. Die Welt der 2D-Zeichnungen erscheint im Licht der digitalen Modelle fast wie ein Relikt aus der Zeit, als die Erde noch für flach gehalten wurde.

Itten Brechbühl