Swissbau Innovation Lab

BFH: Die nächste Generation des digitalen Holzbaus

BFH

Offsite-Fertigung ist heute Realität, Robotik eröffnet neue Dimensionen

Im Holzbau ist die digitale Schnittstelle zwischen der Planung und der Fertigung gelöst. Architekturpläne werden in Konstruktionsprogramme (CAD) eingelesen, in denen die Bauten bis ins letzte Detail inklusive Haustechnik geplant werden. Die Daten fliessen vom CAD-Programm direkt auf die von Computern gesteuerten Maschinen in der Werkhalle. Im Trockenen werden komplette Bauelemente und -module gefertigt. In nur wenigen Tagen werden diese auf der Baustelle montiert. Das ist bereits Realität. In Forschungsprojekten wird an der Berner Fachhochschule der Boden für die nächste Generation der digitalen Fertigung im Holzbau bereitet. Der Einsatz von Robotern ermöglicht die effiziente, ressourcenschonende Fertigung im dreidimensionalen Raum. Dies eröffnet neue Felder für Modulbauten wie auch komplexe Tragstrukturen.

Ein gutes Beispiel für das, was die Digitalisierung bereits heute im Holzbau möglich macht, liefert das neue Swatch-Omega Gebäude, das in Biel bald fertig gebaut ist. Von Architekt Shigeru Ban entworfen und mit Schweizer Ingenieur- und Produktions-Know-how geplant und realisiert, entsteht eine Ikone der Schweizer Holzbaukunst. Aus 6500 Bäumen, die aus dem Schweizer Wald kommen, wurden mit einem zentralen Datenmodell, in einer durchgängig vernetzten Planung und Fertigung, Bauelemente mit Freiformen höchster Komplexität produziert: Dach-, Fassaden und Gebäudehüllenelemente, in denen auch die Haustechnik integriert ist. Die Produktion auf modernsten CNC-Centren erfolgte dezentral in verschiedenen Holzbaufirmen, bevor die Elemente in Biel zu einem Ganzen montiert wurden.


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