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Swissbau Innovation Lab – die Sonderschau für digitale Transformation

Publiziert am 18.09.2017 von Muriel Mangold
Innovation Lab
Neue Chancen durch digitale Transformation
Die Digitalisierung ist in vollem Gange und in aller Munde. Sie verändert Branchen und Märkte grundlegend, stellt viele Unternehmen vor gewaltige Herausforderungen. Hinzu kommen Globalisierung, Klimawandel, Urbanisierung oder demografischer Wandel, die die Rahmenbedingungen verändern – auch in der Bauwirtschaft. Als grösste Schweizer Baumesse stellt sich die Swissbau gemeinsam mit führenden Organisationen und Unternehmen den aktuellen Herausforderungen. Mit der neuen Sonderschau Swissbau Innovation Lab werden die Chancen der digitalen Transformation in der Bauwirtschaft erlebbar und greifbar. Ziel ist es, die Vernetzung aller Marktteilnehmer zu fördern und all diejenigen zusammenzubringen, die am Bauprozess beteiligt sind. Dies erleichtert den Dialog und stärkt die Innovationskraft wie auch die Wettbewerbsfähigkeit. Das Swissbau Innovation Lab wird gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Planung, Bau und Betrieb entwickelt und umgesetzt. Eine führende Rolle bei der Entwicklung der Inhalte übernimmt die Interessengemeinschaft Bauen digital Schweiz. Darüber hinaus engagiert sich KTI – die Kommission für Technologie und Innovation des Bundes – als Förderer und Katalysator für Innovationen im KMU-Bereich.

Innovation Village und iRoom: das Herz des Innovation Lab

Die Sonderschau Swissbau Innovation Lab besteht aus zwei zentralen Elementen: dem Innovation Village und dem iRoom. Im Innovation Village präsentieren Hersteller, Opinion Leader, Planer und Forscher ihre neuesten Produkte und Lösungen rund um das Thema «Digitales Bauen». Die Besucher erhalten so erstmals live einen kompakten Überblick der aktuellen Technologien und Prozesse. Im iRoom – der eigens für die Sonderschau konzipiert wurde –tauchen die Messebesucher in die digitale Erlebniswelt ein und erfahren hautnah, wie Gebäude in naher Zukunft geplant, gebaut, genutzt und betrieben werden. Die Teilnehmer werden durch den iRoom geführt und lösen mithilfe von Virtual und Augmented Realitytools eine konkrete Aufgabe eines Bauprojektes. Im Mittelpunkt steht der Lebenszyklus einer Immobilie, der in verschiedene Phasen und dazu passende digitale Anwendungsbeispiele – sogenannte Digital Use Cases – unterteilt wird.

Die Transformation im Bau – überzeugend visualisiert
Im iRoom werden die Besucher auf eine Zeitreise in die Zukunft mitgenommen. Im Zentrum der Inszenierung stehen die Folgen disruptiver Geschäftsmodelle und Anwendungsbeispiele, welche die Besucher gemeinsam bearbeiten. Sie sollen so das zukünftige Potenzial der neuen Baumethoden erkennen und die Veränderungen der Wertschöpfungskette von der Planung bis zum Betrieb am konkreten Beispiel verstehen.   

Das Innovation Village hingegen bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und Lösungen aus dem Bereich der digitalen Transformation. Insgesamt sind 50 Partner vor Ort – von etablierten Unternehmen über Startups bis zu Forschungsinstituten. Erste Beispiele können die Besucher bereits jetzt auf swissbau.ch/innovationlab entdecken:

  • Elektriker, Sanitär, Hochbauzeichner und noch viele mehr – sie alle sind an der Planung eines Gebäudes beteiligt. BIM ermöglicht eine intelligente Zusammenarbeit, wobei alle Pläne auf einer einzigen Plattform konsolidiert werden; gearbeitet wird gemeinsam. Dank den neusten Entwicklungen von Hilti Schweiz AG ist es möglich, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Haustechnikinstallationen früh in der Planung aufeinander abzustimmen und anschliessend direkt auf die Baustelle zu übertragen. Speziell dafür entwickelte Augmented-Reality-Programme erlauben es, unmittelbar auf dem Bildschirm eines iPad zu sehen, wo beispielsweise bereits Rohre verlegt wurden und wo weitere geplant sind. Die Wirklichkeit wird so mit dem Virtuellen verknüpft und erlaubt es, alle Parameter zu optimieren. Mehr erfahren.
  • Gute Vermessungstechniken existieren schon lange; heute sind sie dank Scanner oder Drohnen extrem präzise. Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil hat mittels Laserscanner die besonders komplexe Raumstruktur einer Schlucht unterhalb des Aletschgletschers erfasst. Auf Basis der so erfassten Daten hat die HSR mithilfe eines 3-D-Druckers das physische Modell der Schlucht im Massstab 1:50 exakt nachgebaut. Ziel des Projekts war es zu bemessen, wie sich das Wasser einer Flutwelle, das durch diese Schlucht fliesst, verhält und welchen Schaden es ausrichten kann. Mehr erfahren.
  • Hersteller, Lieferanten und Verbände der Holzverarbeitungskette verfügen heute bereits über eine riesige Menge an wertvollen Planungsdaten. Diese sind heute aber oft noch isoliert abgespeichert und die Informationen nicht verknüpft. Lignum möchte dem Abhilfe schaffen: Der Verband stellt die Daten über seine zentrale Datenbank lignumdata.ch zur Verfügung und ermöglicht damit einen Überblick aller Eigenschaften eines Bauteils in Holz. So ist es beispielsweise möglich, Bauteile in der gewünschten Holz-Systembauweise zu finden, die möglichst leicht und schalldicht zugleich sind. Zum Brandwiederstand wird bei jedem Bauteil auf die entsprechende Tabelle in der Lignum-Brandschutzdokumentation verwiesen. Die Datenbank wird laufend aktualisiert und soll nun auch mit den Ökobilanzdaten der Produkte ergänzt werden. Mehr erfahren.
  • Sun2Wheel ist eine selbstversorgende Autogarage, entwickelt von Protoscar. Das Unternehmen kombiniert eine Photovoltaikanlage mit Second-Life-Autobatterien und der Batterie der Elektroautos, welche in der Garage steht. Der Stromfluss wird von einer intelligenten Steuerung reguliert: Das Laden und Entladen der Batterien wird optimal aufeinander abgestimmt und so die Energieeffizienz maximiert; die überschüssige Energie aus der Photovoltaikanlage geht dadurch nicht mehr verloren. Mehr erfahren.

Vision, Partner und Digital-Use-Cases im Überblick unter: www.swissbau.ch/innovationlab

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Muriel Mangold
Head Communications
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