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Neue Aussteller, mehr Inhalte und eine Fuckup-Night

Publiziert am 15.01.2020 von Redaktion Swissbau
Rudolf Pfander
Swissbau Mut für Neues aufzubringen, ist heutzutage gefragter denn je. Im Interview erzählt Rudolf Pfander, Messeleiter Swissbau, wie die Swissbau die aktuellen Branchenbedürfnisse aufnimmt und ins geeignete Format bringt. Lesen Sie, warum trotz aller Digitalisierung die Begegnung von Mensch zu Mensch nicht ersetzbar ist.


Herr Pfander, Tag 1 der Swissbau ist vorbei. Ein erstes Fazit.
Die Swissbau wurde gestern Morgen in Anwesenheit eidgenössischer Parlamentarierinnen und Parlamentariern sowie Regierungsvertretern aus beiden Basel offiziell eröffnet. Ständeratspräsident Hans Stöckli zersägte in einem Ribbon-Cut der anderen Art eine Baulatte vor dem Tour d'horizon des Schweizerischen Baumeisterverbandes auf dem Messeplatz. Vorweg gab es eine spektakuläre Luftchoreografie von «Öff Öff». Das Interesse der Medien an der Swissbau ist beachtlich, und wir freuen uns sehr über die tolle Berichterstattung in den Fachmedien, den Tagesmedien und in der SRF Tagesschau. Das Engagement der Aussteller ist enorm und widerspiegelt sich in den beeindruckenden Messeständen. Ein Rundgang ist für jeden Besucher ein Erlebnis.

Was können die Besucher an der Swissbau 2020 erleben, was es 2018 noch nicht gab?
Die Swissbau ist ein Ort, an dem die Aussteller ihre Innovationen präsentieren. Man kann im direkten Austausch an der Messe, im Swissbau Focus oder im Swissbau Innovation Lab sein Fachwissen erweitern und sich über Neuheiten und neue Möglichkeiten informieren. Fachlich ergänzen wir die Swissbau an einigen Stellen. Mit der Integration der Fachmessen Ineltec und Sicherheit finden diverse Themen eine neue Heimat. Gebäudeautomation, Energie im Gebäude, Licht und Beleuchtungstechnik sowie Gebäudesicherheit – die gesamte Gebäudetechnik und die Sicherheitsbranche sind nun unter einem Dach vereint. 

Verändern sich Swissbau Innovation Lab und Swissbau Focus?
Nicht grundsätzlich. Im Swissbau Innovation Lab integrieren wir einen Startup-Hub, in dem sich Newcomer mit innovativen digitalen Lösungen präsentieren. Daneben gibt es einen Speakers-Corner, der Partnern des Innovation Lab die Möglichkeit bietet, direkt im Innovation Village ihren Digital Use Case zu präsentieren. Im Swissbau Focus ist erstmals die gesamte Facility Management Branche mit einer eigenen Lounge präsent und am Freitag um 17.00 Uhr findet erstmals eine Fuckup-Night statt. 

Was ist eine Fuckup-Night?
An der ersten Fuckup-Night der Bau- und Immobilienbranche erzählen Unternehmer, wie einige ihrer Ideen missglückt sind, was sie daraus gelernt haben und was sie schliesslich zum Erfolg geführt hat. Im Zentrum stehen drei spannende Schweizer Projekte, welche so noch nie der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Die Persönlichkeiten sprechen offen über ihre Niederlagen und Fehler mit dem Ziel, es in Zukunft besser zu machen und andere vor gleichen Fehltritten zu bewahren.

Alle sprechen von Digitalisierung, die Swissbau ist ein analoges Format. Ein Widerspruch?
Nein, überhaupt nicht. Analog und digital ergänzen sich perfekt. Bei uns finden Fachleute mit geringem Suchaufwand verdichtet die Informationen, die sie benötigen. Auf den Ständen der Aussteller, während den Weiterbildungsangeboten oder im Swissbau Innovation Lab ist ein persönlicher Austausch möglich und die Produkte können live erlebt und berührt werden. Was wir bei der Umsetzung des Swissbau Innovation Lab erleben ist, dass der persönliche Austausch zu den digitalen Möglichkeiten immer wichtiger wird. Man tauscht sich aus und lernt so dazu.

Sie sehen den Dialog von Mensch zu Mensch als grossen Mehrwert?
Ja, natürlich. Nehmen wir die Swissbau Focus Veranstaltungen als Beispiel. Lesen Sie in einer Zeitschrift oder online einen Fachartikel, können Sie meistens nicht direkt mit dem Autor in Kontakt treten. Die aus verschiedensten Bereichen der Baubranche kommenden Fachreferenten des Swissbau Focus diskutieren live kontrovers über unterschiedlichste Themen und stehen während ihren Workshops oder nach ihren Vorträgen für direkte und vertiefte Gespräche zur Verfügung. Das gibt es nur live von Mensch zu Mensch. Das Gleiche gilt für die ganze Swissbau. Man kann sich von Angesicht zu Angesicht austauschen. Man bekommt Antworten auf Fragen, an die man bei E-Mail-Anfragen noch nicht gedacht hat. Man hat einen Kontakt geknüpft, auf den man später einfacher zugehen kann, weil man sich schon mal persönlich gesehen hat. Jedes Business basiert auch auf Vertrauen, und dies gewinnt man nur durch persönlichen Austausch.

Zum Abschluss: Was sollte man beim Besuch der Swissbau auf keinen Fall verpassen?
Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Die Branchenvielfalt an der Swissbau bedeutet, dass jeder Besucher andere Prioritäten setzt. Meine persönlichen Highlights sind die Trendwelt Bad mit spektakulären Inszenierungen der Aussteller, die Maurermeisterschaften sowie die spannenden Veranstaltungen im Swissbau Focus oder im neu lancierten Speakers-Corner des Swissbau Innovation Lab.
Redaktion Swissbau

Redaktion Swissbau

Der Swissbau Blog ist eine dialogorientierte Online-Plattform für aktuelle Beiträge zur Bauwirtschaft in der Schweiz. Neben zahlreichen Beiträgen aus dem Themenspektrum des Swissbau Focus liefert er regelmässig interessante News und Hintergründe zur Baubranche bzw. zur Swissbau selbst. Informationen zur Autorenschaft finden sich im Impressum. Bitte beachten Sie zudem die Blog Policy.

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