Zersiedelung https://www.swissbau.ch/de de Gemeinsam gegen die Zersiedelung https://www.swissbau.ch/de/aktuell/blog/gemeinsam-gegen-die-zersiedelung <span>Gemeinsam gegen die Zersiedelung</span> <span><span>w4admin</span></span> <span>Di, 19.12.2017 - 01:00</span> <a href="/de/ausstellerundprodukte/kontakt/maria-lezzi" hreflang="de">Maria Lezzi</a> <img src="/sites/default/files/styles/full_content/public/blog/image/3FE028521A4842C48D68704B6727F80C.jpeg?itok=dAw-LtV5" width="825" height="630" alt="Gemeinsam gegen die Zersiedelung" title="Gemeinsam gegen die Zersiedelung" class="img-responsive" /> <div class="body-text clearfix"> Bei persönlichen Kontakten im Ausland erlebe ich immer wieder, mit wieviel Interesse die raumplanerischen Entwicklungen in der Schweiz verfolgt werden und wie stark der Reformwille der Schweizer Bevölkerung andere beeindruckt. So befürworteten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes (RPG) vor vier Jahren mit einem klaren Mehr von fast 63 Prozent. <br /><br /><strong>Unterschiedliche Interessen bei der Raumentwicklung</strong><br /> Seit der Abstimmung vom 3. März 2013 – eine Zäsur in der Schweizer Siedlungsentwicklung – haben die Behörden die Innenentwicklung gegenüber der Aussenentwicklung zu priorisieren. Allerdings trifft die allgemeine Einsicht, dass der knappe Boden in der Schweiz wirksam vor Zersiedelung geschützt werden müsse, auf äusserst unterschiedliche Interessen. Gemeinden, Kantone und Bund sind deshalb gefordert, diesen Interessen im Rahmen des neuen RPG Rechnung zu tragen, ohne jedoch wichtige Qualitätsanliegen zu opfern:<br /><br /><ul><li>Innenentwicklung darf nicht auf Kosten von Frei- und Grünräumen erfolgen, </li> <li>die Identität der Ortsbilder muss bestmöglich bewahrt und </li> <li>gute Wohnqualität erhalten bleiben. </li> </ul><br /> Zudem müssen die öffentlichen Verkehrsträger beim Modalsplit (Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel; Anm. d. Red.) zulegen.<br /><br /><strong>Gemeinsamer Austausch im Vordergrund</strong><br /> Die Kantone setzen den Volkswillen durch die Anpassung ihres Richtplans um. Die Arbeiten sind praktisch überall auf Kurs. Nun sind Städte und Gemeinden gefordert, ihre Bau- und Zonenordnungen anzupassen. Der Bund seinerseits unterstützt die Anstrengungen mit Beratung und Know-how und hat dafür den <a href="http://www.vlp-aspan.ch/de/themen/impuls-innenentwicklung" target="_blank">«Impuls Innenentwicklung»</a> ins Leben gerufen. Ganz im Sinne des Mottos «Collaboration» des Swissbau Focus erreichen wir das Ziel, die Zersiedelung in den Griff zu bekommen, nur mit dem Engagement auf allen Staatsebenen sowie in Zusammenarbeit mit der Immobilienwirtschaft, den Planungsbüros und den Interessenverbänden. Kurz: Wir schaffen es nur gemeinsam. Ich lade Sie deshalb ein, mit mir am 17. Januar 2018 (13.15–14.45 Uhr) im Rahmen der Focus Veranstaltung <a href="https://www.swissbau.ch/de-CH/swissbau-focus/swissbau-focus-veranstaltungen.aspx/session/1AA6147AB4CE41019AB547F9CE7FA5F8" target="_blank">«Co-Produktion ‹Heimat›?»</a> die Erfahrungen und Ideen aus der Raum- und Stadtentwicklung auszutauschen. Ich freue mich darauf! </div> <div class="field--label">Blog topics</div> <a href="/de/taxonomy/term/1226" hreflang="de">Digitalisierung und Vernetzung</a> <a href="/de/taxonomy/term/1224" hreflang="de">Raumentwicklung und Infrastruktur</a> <a href="/de/taxonomy/term/1228" hreflang="de">Architektur und Design</a> <div class="field--label">Blog categories</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/meinung" hreflang="de">Meinung</a> <div class="field--label">Blog platform</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/messe" hreflang="de">Messe</a> <div class="field--label">Blog tags</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/raumplanungsgesetz" hreflang="de">Raumplanungsgesetz</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/rpg" hreflang="de">RPG</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/zersiedelung" hreflang="de">Zersiedelung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/raumplanung-0" hreflang="de">Raumplanung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/zusammenarbeit" hreflang="de">Zusammenarbeit</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/politik" hreflang="de">Politik</a> <a id="section-comments"></a> <section class="full--topic-default full__comments" id="node-topic-field-topic-comments"> <div class="card"> <div class="card__block card__comment_section"> <div class="comment-form__wrapper"> <div class="h3 ">Kommentar verfassen</div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=814&amp;2=field_topic_comments&amp;3=comment" token="gxmZhkb4zMMRVYefAI6DtR1yXZoM7LW6HIdy1nD5xYA"></drupal-render-placeholder> </div> </div> </div> </section> <drupal-render-placeholder callback="like_and_dislike.vote_builder:build" arguments="0=node&amp;1=814" token="ZVoFC4Qj9Q175qElHRgozA5u80Tgx1IMHW3kY1pjqRs"></drupal-render-placeholder><drupal-render-placeholder callback="flag.link_builder:build" arguments="0=node&amp;1=814&amp;2=follow_content" token="nfIm5M1VDb0CnjzTMdlRm3ON69ly4YfB5xjJIW6619Y"></drupal-render-placeholder> Tue, 19 Dec 2017 00:00:00 +0000 w4admin 814 at https://www.swissbau.ch Was jetzt? Die Zukunft der Schweiz braucht ein Landgesetz! https://www.swissbau.ch/de/aktuell/blog/was-jetzt-die-zukunft-der-schweiz-braucht-ein-landgesetz <span>Was jetzt? Die Zukunft der Schweiz braucht ein Landgesetz!</span> <span><span>w4admin</span></span> <span>Di, 25.03.2014 - 16:30</span> <a href="/de/ausstellerundprodukte/kontakt/benedikt-loderer" hreflang="de">Benedikt Loderer</a> <img src="/sites/default/files/styles/full_content/public/blog/image/zersiedelung.jpeg?itok=RwxpDl3S" width="570" height="280" alt="Was jetzt? Die Zukunft der Schweiz braucht ein Landgesetz!" title="Was jetzt? Die Zukunft der Schweiz braucht ein Landgesetz!" class="img-responsive" /> <div class="body-text clearfix"> <p> Die Neureichen Europas bejammern die Folgen ihres Reichtums. Unsere stillschweigend vereinbarte Staatsmaxime lautet: Wir sind reich, wollen reich bleiben und noch reicher werden. Wer für das Prinzip «Reicherwerden» ist, muss für die Zersiedelung sein. Denn mit diesem Prinzip hat jeder Anspruch auf alles, was er zahlen kann. Und als Konsequenz gibt es so viel Zersiedelung, wie Geld dafür vorhanden ist. Niemand ist für das Prinzip «Ärmerwerden».</p> <p>Allerdings, woher nehmen wir die Gewissheit, dass die nächsten sechzig Jahre die Fortsetzung der letzten sechzig sind? Bauen wir in den nächsten zwei Generationen noch ein zweites Mal mehr als alle unsere Vorfahren seit den Römern zusammen? Soll die Zersiedelung fröhlich weitergehen? Die Schweiz doppelt so dick werden wie heute? «La Suisse doublement gonflée?»</p> <p>Dass unser Landkonsum nicht nachhaltig ist, hat auch der hohe Bundesrat erkannt: «Wenn die Trendentwicklungen einfach hingenommen werden, führt dies zu einem nicht mehr vertretbaren Flächen- und Landschaftsverbrauch. Wenn wir dem räumlich-wirtschaftlichen Strukturwandel taten- und konzeptlos zusehen, gefährden wir die politische Stabilität unseres multikulturellen, föderalistischen Staates.» Das war 1996. Wo stehen wir heute? Das Land nahm ab, die Agglomeration zu. Wir verteidigen nicht das Land, wir verteidigen den Wohlstand.</p> <p>Doch darf uns das nicht bekümmern. Tatsachen verderben die Stimmung. Nicht nachhaltig? Da hilft die Flucht ins Prinzip Hoffnung: Windräder, Geothermiebohrungen, Solarkraftwerke in der Sahara, Elektroautos. Keine Bange, der Erfindergeist der Menschheit wird uns schon retten. Nicht die Ursache, der Raubbau an den Ressourcen, ist das Problem, sondern der Wirkungsgrad. Den werden wir mit Daniel Düsentriebs Hilfe verbessern, was uns erlaubt, das Konsumniveau zu halten. Niemand muss seinen Lebensstil ändern, das verspricht die «grüne Politik», die unterdessen alle Parteien zu unterstützen vorgeben. Leider wird sie nie funktionieren. Die Naturgesetze verbieten es. Die entscheidende Grösse ist die Regenerationsfähigkeit der Erde. Heute braucht sie insgesamt rund 18 Monate, um das zu regenerieren, was wir in 12 Monaten verbrauchen. 1,5 – voilà tout. Verzicht muss nicht sein, versprechen uns die Inhaber der welterklärenden Gewalt. Falsch, entgegnet die Biophysik: die Einschränkungen sind unabwendbar. Es gibt kein Wachstum unabhängig von den Ressourcen. Wir reden von der 2000-Watt-Gesellschaft, brauchen 6300 und importieren davon 2700 als graue Energie. Was in der Schweiz gespart wird, vergeuden wir anderswo.</p> <p>Der Herrgott, der Bundesrat oder das Schicksal sollen gefälligst dafür sorgen, dass die Bestandswahrung garantiert ist, das Reicherwerden stattfindet und dass es auch in Zukunft so bleibt. Wird es nicht. Das neue Zauberwort heisst: Genügsamkeit. Würden wir, zum Beispiel, statt der rund fünfzig Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf nur vierzig beanspruchen, wären, nach der Milchbüechlirechnung, ein Fünftel der Wohnungen leer. Niemand leidet an nur vierzig Quadratmetern Wohnfläche pro Nase. Wir sind nicht übervölkert, wir haben zu viel Geld. Es ist nicht zu eng in der Schweiz, wir sind bloss zu dick. Die Zuwanderung verschärft die Lage, denn zum erstem Mal kommen Dicke in die Schweiz, so dick wie wir selbst. Auch sie brauchen so viel Platz, wie sie Geld haben, grad wie die Schweizer. Wer reich ist, ist nicht nachhaltig.</p> <p>Doch da der Konsum das Subjekt der Geschichte ist, da nur durch seine Steigerung das Staatsziel des Reicherwerdens zu erreichen ist, ist der Fortbestand des goldenen Zeitalters die Voraussetzung für den Wohlstand der Eidgenossenschaft. Wir brauchen keine Zukunft, wir brauchen Zuwachs. Wer hat noch den Mut oder die Verblendung, an eine so stabile Welt zu glauben, wie wir sie für unser Reicherwerden dringend brauchen?</p> <p>Die Stimmung kippt. Die Heilserwartung schwindet. Auf das Mehr ist kein Verlass mehr. Die Wachstumsgewissheit bröckelt. Im Bauch spüren wir, was der Kopf nicht zugeben will: Der Fortbestand des goldenen Zeitalters ist nicht garantiert. Vielleicht war das plötzliche Dickwerden der Schweiz nur eine vorübergehende Laune der Geschichte. Die vom Krieg Verschonten packten die einmalige Gelegenheit beim Schopf und machten gute Geschäfte. Teils war es ehrliche Arbeit und teils war es Hehlerlohn, Geld jedenfalls war beides. Das Schlimmste, was wir uns vorstellen können, ist: Unser Konsum sinkt. Wenn die Rente bröckelt, dann wackelt das Hüsli. Die Sicherheit wankt, die Zinsen steigen, die Grundstückspreise sinken, der Sonderfall würgt. Wir sind in der Wirklichkeit angekommen. Wir werden das Staatsziel Reicherwerden verfehlen. Unsere Kinder werden es schlechter haben als wir.</p> <p><strong>Schluss mit dem Raubbau<br /></strong>Die Landesverteidigung tut, was in ihrem Namen steckt: Sie verteidigt das Land. Wir brauchen ein eidgenössisches Landgesetz. Wie seit 1876 das eidgenössische Waldgesetz «den Wald in seiner Fläche und in seiner räumlichen Verteilung» schützt, muss heute das noch unbebaute Land in seiner Fläche und Verteilung geschützt werden. Bisher waren alle Baugesetze grau gedacht. Sie regeln die Ausdehnung der Bebauung. Jede Bauzone ist die Vorgängerin der nächsten.</p> <p>Das Landgesetz ist grün gedacht. Was noch grün ist, muss grün bleiben. Wer Wald rodet, muss Wald pflanzen. Wer Grün vergraut, muss Grau vergrünen. Wer baut, wird realersatzpflichtig. Landesverteidigung heisst: Das Baugebiet wird geschlossen. Die heute überbaute Fläche bleibt konstant, sie darf nicht vergrössert werden. Was schon steht, ist wichtiger als das, was noch kommt. Die Zahl der Gebäude wird eingefroren. Wer ein neues baut, muss ein altes abreissen. Anbauen und Aufstocken hingegen ist immer erlaubt. Platz dafür ist in der Hüslischweiz genug. Die Agglomeration ist noch lange nicht gebaut. Die Schweiz erstickt am Landgesetz keineswegs. Noch ist das Geld da und es wird weiterhin so viel gebaut, wie Geld dafür vorhanden ist. In Zukunft einfach dort, wo schon Häuser stehen. In der Hüslischweiz ist die Dichte am geringsten und die Infrastruktur vorhanden. Es ist dringend, sie besser auszulasten. Heute ist erst die Hälfte der möglichen Ausnutzung realisiert.</p> <p><strong>Alle sind gegen die Zersiedelung, alle unterstützen die Verdichtung. Das Landgesetz macht ernst damit. Es werden Mindestdichten vorgeschrieben, die mit der Zeit zwingend erreicht werden müssen. Verstädtert die Agglomeration! Der zeitgemässe Eidgenosse ist nicht länger der freistehende, es ist der zusammengebaute.</strong></p> <p>Der germanische Einzelhof ist längst nicht mehr zeitgemäss. Einfamilienhäuser werden verboten. Selbstverständlich gilt die Bestandesgarantie: Hüslibesitzer dürfen weiterhüslen. Nur, durch den Anbau eines zweiten oder mit dem Aufstocken einer Einliegerwohnung steigert sich die Sozialkompetenz des Hüslimenschen, ein Gewinn für das eidgenössische Zusammenleben. Die Jungen wohnen nun nebenan, statt 30 Autominuten hinter dem Horizont. Das Grundstück ist nun mehr als doppelt so hoch ausgenutzt wie zuvor. Die Agglomeration ist noch lange nicht gebaut. Wie früher die Mauer die Stadt vor dem Zerfliessen rettete, so wird das Landgesetz die Landschaft vor der Zersiedelung bewahren. Wie die Altstädte dicht und schön wurden, so wird die Agglomeration wild und lebenswert.</p> <p>Gewiss, das Bauland wird teurer. Das ist im Programm Reicherwerden auch so vorgesehen und eine Bedingung für den Fortbestand des goldenen Zeitalters. Doch legt die Zahlungsbereitschaft der Nutzer den Landpreis fest, nicht der Eigentümer. Geld ist genug da, man denke nur an all die Erbschaften, die anstehen. Ich wiederhole: Es wird so viel gebaut, wie Geld dafür vorhanden ist. Wer kein Geld hat, mache sich statt über die Landpreise gescheiter Gedanken über das Eigentum. Selbst die Eigentumsordnung kann verändert werden. Im Weiteren gilt: Nur teures Bauland wird haushälterisch genutzt, andersherum, nur billiges vergeudet.</p> <p><strong>Her mit dem Landgesetz </strong><br /> Doch das Landgesetz ist keineswegs Bewahren der Schönschweiz allein, es ist vor allem eine Investition in die Zukunft. Da wir uns die Zersiedelung bald nicht länger werden leisten können, müssen wir sie beenden. Das Landgesetz ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Es ist das Ende der Verschwendung: Die wachstumsbesoffene, dick gewordene Wegwerfschweiz erwacht und kommt zu jener Vernunft, die ihr ihre eigenen wirtschaftlichen Grenzen vorschreiben. Die Ernüchterung kommt. Das Landgesetz hilft die kommende Krise zu meistern.</p> <p>Die Landesverteidigung ist der Umbau der Konsumschweiz in eine nachhaltige. Ohne Landgesetz kann die Schweiz ihr Staatsziel Reicherwerden nicht erreichen. Denn die Zersiedelung frisst die künftigen Gewinne. Ohne Landgesetz wird der ewig neutrale, unabhängige, bewaffnete Kleinstaat der Schweizerischen Eidgenossenschaft wieder dahin zurücksinken, wo er von seinen Ressourcen her hingehört: ins wirtschaftliche Mittelfeld. Die Neureichen Europas erwachen aus dem Konsumrausch und werden wieder Normaleuropäer.</p> </div> <div class="field--label">Blog topics</div> <a href="/de/taxonomy/term/1224" hreflang="de">Raumentwicklung und Infrastruktur</a> <div class="field--label">Blog platform</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/messe" hreflang="de">Messe</a> <div class="field--label">Blog tags</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/zersiedelung" hreflang="de">Zersiedelung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/verdichtung" hreflang="de">Verdichtung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/landgesetz" hreflang="de">Landgesetz</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/reichtum" hreflang="de">Reichtum</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/landkonsum" hreflang="de">Landkonsum</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/landesverteidigung" hreflang="de">Landesverteidigung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/agglomeration" hreflang="de">Agglomeration</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/meinung-0" hreflang="de">Meinung</a> <a id="section-comments"></a> <section class="full--topic-default full__comments" id="node-topic-field-topic-comments"> <div class="card"> <div class="card__block card__comment_section"> <div class="comment-form__wrapper"> <div class="h3 ">Kommentar verfassen</div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=625&amp;2=field_topic_comments&amp;3=comment" token="yvXT0U-gYZZnfRsaWKtrn4tN1AxcDIk7b6a8Tctk5f8"></drupal-render-placeholder> </div> </div> </div> </section> <drupal-render-placeholder callback="like_and_dislike.vote_builder:build" arguments="0=node&amp;1=625" token="FeeZle6JjfJ77v2WY6R-pEe8BsFXR-2aioANj6yP9AE"></drupal-render-placeholder><drupal-render-placeholder callback="flag.link_builder:build" arguments="0=node&amp;1=625&amp;2=follow_content" token="0Ve4mElsOMxZ0Tbk37uWAgsi0LB3vv5WtaoTY3mMS-I"></drupal-render-placeholder> Tue, 25 Mar 2014 15:30:00 +0000 w4admin 625 at https://www.swissbau.ch https://www.swissbau.ch/de/aktuell/blog/was-jetzt-die-zukunft-der-schweiz-braucht-ein-landgesetz#comments Vom ökonomischen Nutzen der Rückzonungen https://www.swissbau.ch/de/aktuell/blog/vom-oekonomischen-nutzen-der-rueckzonungen <span>Vom ökonomischen Nutzen der Rückzonungen</span> <span><span>w4admin</span></span> <span>Mo, 24.09.2012 - 15:12</span> <a href="/de/ausstellerundprodukte/kontakt/daniel-mueller-jentsch" hreflang="de">Daniel Müller-Jentsch</a> <img src="/sites/default/files/styles/full_content/public/blog/image/bauzonenreserve_window.jpeg?itok=MpR-flqe" width="730" height="526" alt="Vom ökonomischen Nutzen der Rückzonungen" title="Vom ökonomischen Nutzen der Rückzonungen" class="img-responsive" /> <div class="body-text clearfix"> <p>Angebot und Nachfrage nach Bauzonen klaffen räumlich auf eklatante Weise auseinander (siehe Abbildung zu den fehlplatzierten Bauzonenreserven).</p> <p>Diese massive Fehlallokation einer elementaren wirtschaftlichen Ressource ist die aus ökonomischer Sicht grösste Altlast der Schweizer Raumplanung. Sie ist Resultat einer schlecht koordinierten Einzonungspolitik aber auch von Vollzugsdefiziten bestehenden Bundesrechts: Gemäss dem seit 1980 existierenden Raumplanungsgesetz (RPG) dürften überdimensionierte Bauzonen – also jene, die den erwarteten Bedarf von 15 Jahren übersteigen – gar nicht existieren. Laut Rechtsprechung des Bundesgerichts müssten überdimensionierten Bauzonen auch rückgezont werden.</p> <p>Da dies bisher kaum geschah, soll die Rückzonung nun gemäss der kürzlich vom Parlament beschlossenen RPG-Teilrevision 1 verpflichtend gemacht werden. Finanziert werden sollen diese Rückzonungen durch eine Teilabschöpfung des Planungsmehrwerts bei Neueinzonungen. Die Mehrwehrtabgabe würde so zu einem Instrument zur räumlichen Verschiebung der Bauzonen. Überall dort, wo Bedarf besteht, wären Einzonungen weiter möglich, aber künftig würden zumindest krass überdimensionierte Bauzonen auch wieder rückgezont. Dies ist zwar aufwändig und teuer, aber aus ökonomischer Sicht durchaus sinnvoll. Denn die Nicht-Rückzonung ist im Endeffekt noch kostspieliger.</p> <p>Die überdimensionierten Bauzonen führen nämlich zu sehr niedrigen Baulandpreisen in der Peripherie und schaffen somit einen Anreiz, fernab der Zentren und an schlecht erschlossenen Lagen zu bauen. Dies verursacht infrastrukturelle Folgekosten in Milliardenhöhe: Einerseits entstehen fixe Kosten der Infrastrukturerschliessung, andererseits jährlich wiederkehrende Mobilitätskosten. Beides wird in der Schweiz massiv durch den Staat subventioniert; der Kostendeckungsgrad des ÖV liegt bei 40%! Die Folgekosten der fehlplatzierten Bauzone trägt also am Ende der Steuerzahler.</p> <p>Um welche Summen es bei den Infrastrukturfolgekosten der fehlplatzierten Bauzonen geht, lässt eine Studie aus dem Nationalen Forschungsprogramm NFP54 erahnen, in dem die Kosten der technischen Infrastruktur des Bauwerks Schweiz analysiert wurden: Alleine im Verkehrsbereich wird der Bedarf für Erweiterungsinvestitionen bis 2030 auf 81-90 Mrd.Fr. veranschlagt.</p> <p><strong>Würde man also die Bauzonenreserven in den nächsten Jahrzehnten einfach dort «volllaufen» lassen, wo sie durch eine schlecht koordinierte Raumplanung zu liegen kamen, wäre dies wahrscheinlich bedeutend teurer als die Rückzonungen. Eine Verschiebung der vorhandenen Bauzonenreserven mit Hilfe der Mehrwertabschöpfung wäre aus ökonomischer Sicht daher ausserordentlich wünschenswert.</strong></p> </div> <div class="field--label">Blog topics</div> <a href="/de/taxonomy/term/1224" hreflang="de">Raumentwicklung und Infrastruktur</a> <div class="field--label">Blog platform</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/messe" hreflang="de">Messe</a> <div class="field--label">Blog tags</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/landschaftsinitiative" hreflang="de">Landschaftsinitiative</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/mehrwertabschoepfung" hreflang="de">Mehrwertabschöpfung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/raumplanung-0" hreflang="de">Raumplanung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/raumplanungsgesetz" hreflang="de">Raumplanungsgesetz</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/wachstum" hreflang="de">Wachstum</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/zersiedelung" hreflang="de">Zersiedelung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/zweitwohnungsinitiative" hreflang="de">Zweitwohnungsinitiative</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/meinung-0" hreflang="de">Meinung</a> <a id="section-comments"></a> <section class="full--topic-default full__comments" id="node-topic-field-topic-comments"> <div class="card"> <div class="card__block card__comment_section"> <div class="comment-form__wrapper"> <div class="h3 ">Kommentar verfassen</div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=463&amp;2=field_topic_comments&amp;3=comment" token="QZDUa1ebMs_5cdRns1WaFwzUOiDlZRMkUVwAFEgS_3o"></drupal-render-placeholder> </div> </div> </div> </section> <drupal-render-placeholder callback="like_and_dislike.vote_builder:build" arguments="0=node&amp;1=463" token="gDzLQjEkH2Q0RS63dlE-Tr3ZOFOtEUkMX7-n4wo5jm8"></drupal-render-placeholder><drupal-render-placeholder callback="flag.link_builder:build" arguments="0=node&amp;1=463&amp;2=follow_content" token="8VJKIZ4kzsrgIEzbdVYFJ155gmQSK4lTg2RDl04PL3U"></drupal-render-placeholder> Mon, 24 Sep 2012 13:12:00 +0000 w4admin 463 at https://www.swissbau.ch Herausforderungen für die Schweizer Immobilienwirtschaft https://www.swissbau.ch/de/aktuell/blog/herausforderungen-fuer-die-schweizer-immobilienwirtschaft <span>Herausforderungen für die Schweizer Immobilienwirtschaft</span> <span><span>w4admin</span></span> <span>So, 13.05.2012 - 11:43</span> <a href="/de/ausstellerundprodukte/kontakt/andreas-ammann" hreflang="de">Andreas Ammann</a> <img src="/sites/default/files/styles/full_content/public/blog/image/Wohnungsnutzung_Window.jpeg?itok=3-gEv4Ea" width="730" height="482" alt="Herausforderungen für die Schweizer Immobilienwirtschaft" title="Herausforderungen für die Schweizer Immobilienwirtschaft" class="img-responsive" /> <div class="body-text clearfix"> <p>Diese bestehen auf verschiedensten Ebenen:</p> <p>1. Politische und planerische Entscheide: Durch sie soll ein wirtschaftliches Wachstum ermöglicht werden, ohne dabei die nachhaltige Entwicklung der Landschaft und der Lebensräume zu vernachlässigen (Stichworte Zersiedelung und Zweitwohnungsinitiative).</p> <p>2. Energieverbrauch und CO2-Ausstoss: Sowohl die Bauwirtschaft als auch bestehende Gebäude sind für einen wesentlichen Anteil des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstosses verantwortlich. Zwar wurden diesbezügliche Vorschriften laufend verschärft und führten bei den Neubauten zu deutlichen Fortschritten. Jedoch ist der Altbau deutlich im Rückstand. Da die Neubauquote in der Schweiz nur rund ein Prozent beträgt, ist der Umgang mit dem Bestand ein Schlüsselfaktor. 80 Prozent der Wohnungen in der Schweiz wurden vor 1990 erstellt, rund 55 Prozent gar vor 1970. Für solche bestehende Bauten sind gezielte und differenzierte Konzepte gefragt.</p> <p>3. Alterung und Individualisierung: Auch wenn in der öffentlichen Diskussion oft die Familienwohnung das Mass aller Dinge ist, leben nur in rund 20 Prozent aller Haushalte in der Schweiz vier oder mehr Personen. Dagegen lebt heute in mehr als einem Drittel aller Haushalte lediglich 1 Person. Trotzdem verfügen rund 54 Prozent aller Wohnungen über vier oder mehr Zimmer (Vgl. Graphik: Vergleich Haushaltsgrössen mit Wohnungsgrössen).</p> <p>4. Technisierung und Informatisierung: Das Haus von morgen wird über wesentlich mehr moderne technische Komponenten verfügen als das bisher der Fall war. Während die Informationstechnologie in Geschäftshäusern schon länger Einzug gehalten hat, wird sie nun auch im Wohnungsbau verstärkt integriert werden. Dabei sind die technischen Möglichkeiten mit den Kompetenzen und Präferenzen der Nutzer in Einklang zu bringen.</p> <p><strong>Gebäudelabels können im Kontext dieser Herausforderungen einen Beitrag leisten, indem sie relevante Themen benennen, strukturieren und bewerten.</strong></p> <p>Allerdings sind die Zusammenhänge und Wechselwirkungen vielfältig, was die abschliessende Erfassung mit nur einem Label schwierig macht. Nicht von ungefähr gibt es daher bereits eine Vielfalt von Labels. Die Labels selber werden nicht die Lösung der Herausforderungen bringen, sie sind aber Bestandteil eines bewussten Umgangs damit und werden in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen.</p> </div> <div class="field--label">Blog topics</div> <a href="/de/taxonomy/term/1227" hreflang="de">Energie und Klima</a> <a href="/de/taxonomy/term/1224" hreflang="de">Raumentwicklung und Infrastruktur</a> <div class="field--label">Blog platform</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/messe" hreflang="de">Messe</a> <div class="field--label">Blog tags</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/energieverbrauch" hreflang="de">Energieverbrauch</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/gebaeudelabels" hreflang="de">Gebäudelabels</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/immobilienwirtschaft" hreflang="de">Immobilienwirtschaft</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/informationstechnologien" hreflang="de">Informationstechnologien</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/swissbau" hreflang="de">Swissbau</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/zersiedelung" hreflang="de">Zersiedelung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/zweitwohnungsinitiative" hreflang="de">Zweitwohnungsinitiative</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/meinung-0" hreflang="de">Meinung</a> <a id="section-comments"></a> <section class="full--topic-default full__comments" id="node-topic-field-topic-comments--3"> <div class="card"> <div class="card__block card__comment_section"> <div class="comment-form__wrapper"> <div class="h3 ">Kommentar verfassen</div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=440&amp;2=field_topic_comments&amp;3=comment" token="1ylI-bt5rW08Klubt3AukEbfyHX9qeV6qk89Ab8eXBg"></drupal-render-placeholder> </div> </div> </div> </section> <drupal-render-placeholder callback="like_and_dislike.vote_builder:build" arguments="0=node&amp;1=440" token="0NCTeg_7a429k0D9cht2X8-vR0NnKBrNfmgnZL5SpKk"></drupal-render-placeholder><drupal-render-placeholder callback="flag.link_builder:build" arguments="0=node&amp;1=440&amp;2=follow_content" token="ALah5jigT0BoGRtY4ssXHEYMi07vJuxC1llo0w4iLr8"></drupal-render-placeholder> Sun, 13 May 2012 09:43:00 +0000 w4admin 440 at https://www.swissbau.ch Waldstadt Bremer - Stadt statt Wald? https://www.swissbau.ch/de/aktuell/blog/waldstadt-bremer-stadt-statt-wald <span>Waldstadt Bremer - Stadt statt Wald?</span> <span><span>w4admin</span></span> <span>Do, 12.04.2012 - 15:23</span> <a href="/de/ausstellerundprodukte/kontakt/christine-seidler" hreflang="de">Christine Seidler</a> <img src="/sites/default/files/styles/full_content/public/blog/image/Bremer_Window.jpeg?itok=omqieG_i" width="418" height="272" alt="Waldstadt Bremer - Stadt statt Wald?" title="Waldstadt Bremer - Stadt statt Wald?" class="img-responsive" /> <div class="body-text clearfix"> <p>Landschaften werden zerstört, zerschnitten, verschandelt und letztendlich entziehen wir uns selbst unsere Existenzgrundlage. Ursache dafür ist nicht etwa ein fehlendes Raumplanungsgesetz. Das schweizerische Raumplanungsgesetz verlangt einen haushälterischen Umgang mit Boden und die geordnete Besiedlung des Landes. Die Realität ist weit davon entfernt; unser Raumplanungsgesetz krankt am Vollzugsdefizit. Das Raumplanungsgesetz wird mit Baurecht und damit dem Recht zu Bauen, verwechselt. Die individualisierte und arbeitsteilige, pendelnde Gesellschaft hat keinen Bezug mehr zur Lebensgrundlage Boden. Fehlende Mehrwertabschöpfungen führen zu überdimensionierten Einzonungen und Baulandhortung - inklusive Spekulation. Die Raumordnung ordnet sich der Wirtschaftspolitik unter, die Politik den wirtschaftlichen Interessen. So hat Raum keine Lobby. Kurz und gut, die Schweizerische Raumentwicklung ist nicht nachhaltig. Die Zersiedlung des Landes schreitet ungebremst fort, Baulandeinzonungen sind am falschen Ort. Der Siedlungsdruck und Flächenverbrauch steigt. Innere Verdichtung gilt als Zauberwort und als anzustrebende Lösung. Nur manchmal fehlt das Potential dafür. In Bern beträgt dieses rund 700 Hektaren, nur rund die Hälfte davon ist vorhanden.</p> <p><strong>Dem soll die geplante Stadterweiterung «Waldstadt Bremer» entgegenwirken. Das Projekt ist ein Modell für eine nachhaltige Stadterweiterung von Bern. An zentraler und bevorzugter Lage sollen 6'000 bis 8'000 neue Einwohnerinnen und Einwohner im Norden der Bundesstadt attraktive Wohnmöglichkeiten finden.</strong></p> <p>Das zusätzliche Wohn- und Arbeitsflächenangebot auf einer Arealfläche von 428‘000 Quadratmetern entspricht einem nachgewiesen Bedarf an qualitativ hochstehendem Wohnraum in der Stadt Bern. Denn trotz verschiedener Versuche ist es in den letzten Jahren nicht gelungen, geeignete Areale für den Bau von dringend benötigten Wohnungen auf dem Stadtgebiet zur Verfügung zu stellen. Die Identifikation eines neuen Grundstücks am Nordrand der Stadt zeigt für Bern konkrete und machbare Auswege aus den aktuellen Planungsblockaden und macht zumindest eine teilweise Behebung des Mangels an geeignetem Bauland im Stadtgebiet für grössere Wohnbauprojekte möglich.</p> <p>37 Hektaren des Projektperimeters sind «Bremerwald». Bremer bedeutet im Volksmund der Bremgartenwald. Der grosse Bremgartenwald ist unbestritten eines der wichtigsten Naherholungsgebiete der Stadt Bern. Dieses wurde jedoch durch den Bau der Autobahn zerschnitten und in zwei ungleiche Bereiche geteilt. Der durch die Autobahn abgeschnittene Teil bildet das Reststück von ca. 42 Hektaren. Dieser Streifen formiert den Abschluss der Länggasse, eines dicht besiedelten, lebendigen Stadtquartiers. Die Infrastruktur ist bereits vorhanden, muss lediglich verlängert und ergänzt werden. Die Defizite des bestehenden Quartiers können mit der Stadterweiterung ausgeglichen werden. Die Waldstadt ist hervorragend an die Stadtmitte und den öffentlichen Verkehr angebunden. Die Stadterweiterung wird nicht ausufern können, ihre Begrenzung ist die Autobahn. Diese wird überdeckt, der Bremgartenwald damit wieder direkt an den Stadtkern angebunden und zugänglich. Für die gerodeten Flächen wird an ökologisch wertvollen Standorten Ausgleich geschaffen. Das Projekt stärkt die Kernstadt Bern als Wohnstadt und versteht sich als konkreten Beitrag gegen die Zersiedlung. Die visionäre Idee ist ein Experimentierfeld für verschiedene aktuelle und brisante raumplanerische Themen wie etwa «Bauen am richtigen Ort» sowie «Waldrodung und Ersatz».</p> <p>Mit Waldstadt Bremer wird nicht das strenge Waldgesetz in Frage gestellt, dieses jedoch der Notwendigkeit einer umfassenden raumplanerischen Interessenabwägung gegenüber gestellt. Denn unter ökologischen Gesichtspunkten kann nur gelten: Wenn für Stadterweiterungen schon unbebautes Gebiet in Anspruch genommen werden muss, dann dort, wo es am wenigsten Fläche kostet und den geringsten ökologischen Fussabdruck hinterlässt.</p> </div> <div class="field--label">Blog topics</div> <a href="/de/taxonomy/term/1224" hreflang="de">Raumentwicklung und Infrastruktur</a> <div class="field--label">Blog platform</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/messe" hreflang="de">Messe</a> <div class="field--label">Blog tags</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/kulturland" hreflang="de">Kulturland</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/nachhaltigkeit" hreflang="de">Nachhaltigkeit</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/raumplanungsgesetz" hreflang="de">Raumplanungsgesetz</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/wald" hreflang="de">Wald</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/waldstadt-bremer" hreflang="de">Waldstadt Bremer</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/zersiedelung" hreflang="de">Zersiedelung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/meinung-0" hreflang="de">Meinung</a> <a id="section-comments"></a> <section class="full--topic-default full__comments" id="node-topic-field-topic-comments--2"> <div class="card"> <div class="card__block card__comment_section"> <div class="comment-form__wrapper"> <div class="h3 ">Kommentar verfassen</div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=435&amp;2=field_topic_comments&amp;3=comment" token="kUtE6VWXaq000r5vTeimpQ79gPJTb6hB-hDL8GFo-tI"></drupal-render-placeholder> </div> </div> </div> </section> <drupal-render-placeholder callback="like_and_dislike.vote_builder:build" arguments="0=node&amp;1=435" token="uvMQZ1fIHvQ_VZe3FwO7jnPj6vY8aOiAkUm3FROvCCU"></drupal-render-placeholder><drupal-render-placeholder callback="flag.link_builder:build" arguments="0=node&amp;1=435&amp;2=follow_content" token="Ia_0aPdlkPJAAWyjLW7hWk434i970Mwof93YUL9gLE0"></drupal-render-placeholder> Thu, 12 Apr 2012 13:23:00 +0000 w4admin 435 at https://www.swissbau.ch https://www.swissbau.ch/de/aktuell/blog/waldstadt-bremer-stadt-statt-wald#comments Pro Bausparinitiative: ein Votum von Ansgar Gmür https://www.swissbau.ch/de/aktuell/blog/pro-bausparinitiative-ein-votum-von-ansgar-gmuer <span>Pro Bausparinitiative: ein Votum von Ansgar Gmür</span> <span><span>w4admin</span></span> <span>Di, 06.03.2012 - 08:12</span> <a href="/de/ausstellerundprodukte/kontakt/ansgar-gmuer" hreflang="de">Ansgar Gmür</a> <img src="/sites/default/files/styles/full_content/public/blog/image/Wohneigentum_Window.jpeg?itok=xxBAlk9p" width="522" height="348" alt="Pro Bausparinitiative: ein Votum von Ansgar Gmür" title="Pro Bausparinitiative: ein Votum von Ansgar Gmür" class="img-responsive" /> <div class="body-text clearfix"> <p>Zum Bausparen sind gleich zwei Volksinitiativen zustande gekommen, was den weitverbreiteten Wunsch nach Wohneigentum eindrücklich unterstreicht.</p> <p>Dem Argument, dass Wohnbauförderung den Prozess der Zersiedelung verstärkt, muss an dieser Stelle klar entgegnet werden: Mit den Bauspargeldern kann auch bestehendes Wohneigentum gekauft werden. Es muss also nicht zwingend neu gebaut werden. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren die Anzahl Eigentumswohnungen stark gestiegen ist. Mit den Bauspargeldern werden daher auch viele Wohnungen gekauft. Zudem beanspruchen ja auch Mieter ihren Raum in der gemieteten Wohnung oder dem gemieteten Haus. Abgesehen davon ist der Zersiedelung vielmehr mit raumplanerischen Mitteln zum Beispiel durch eine klare Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet zu begegnen, als mit einem Bausparverbot. Mit dem verdichteten Bauen werden bestehende Siedlungsflächen effizienter genutzt, ohne dass unbebaute Zonen in Anspruch genommen werden müssen. Letztlich ist noch zu erwähnen, dass nur 7% der Gesamtfläche der Schweiz als Siedlungsfläche (inkl. Strassen und Bahnen) ausgewiesen ist (BFS, Arealstatistik). 67% der Schweiz bestehen aus der Landwirtschaftszone und Wald und der Rest sind Gebirge und Seen. Dies lässt den Schluss zu, dass in der Schweiz noch genügend Raumreserven für Wohneigentum vorhanden sind.</p> <p>Der Bundesrat hat für den 11. März 2012 die Abstimmung über die Bauspar-Initiative der Schweizerischen Gesellschaft zur Förderung des Bausparens angesetzt. Sie ermöglicht den Kantonen, das Bausparen fakultativ einzuführen. Pro Person und Jahr könnten CHF 15‘000.- während maximal 10 Jahren steuerfrei für Wohneigentum angespart werden. Zusätzlich wären steuerliche Entlastungen für Investitionen in Umweltschutz- und Energieeffizienzmassnahmen möglich. Am 17. Juni 2012 kommt die HEV-Initiative «Eigene vier Wände dank Bausparen» zur Abstimmung, welche die obligatorische Einführung in allen Kantonen vorsieht. Die Abzüge werden dabei auf CHF 10‘000.- pro Person sowie maximal 10 Jahre limitiert werden. Das übereinstimmende Ziel der Initiativen ist es, die tiefe Wohneigentumsquote in der Schweiz zu erhöhen.</p> <p><strong>Wohneigentum entspricht einem grossen Wunsch der Schweizer Bevölkerung. Gemäss Umfragen wollen rund 76% der Schweizerinnen und Schweizer Wohneigentum. Trotz einer entsprechenden Verfassungsbestimmung gibt es in der Schweiz nach wie vor keine echte geldwerte Förderung von Wohneigentum. Die beiden sich ergänzenden Vorlagen sind eine grosse Chance, bei der Wohneigentumsförderung endlich einen Schritt weiter zu kommen. In der Schweiz könnten rund 1,2 Millionen Haushalte vom Bausparen profitieren.</strong></p> <p>Bausparen hat gerade auch für den Mittelstand und junge Menschen eine grosse Wirkung. Das zeigen die Erfahrungen aus dem Kanton Baselland, der das Bausparen als einziger Kanton bereits kennt, deutlich. Dort ist das Bausparen ein grosser Erfolg, von dem vor allem der Mittelstand profitiert hat. Mit den Bausparinitiativen soll einer grösseren Bevölkerungsschicht zu Wohneigentum verholfen, die Fremdverschuldung reduziert und die Konjunktur angekurbelt werden.</p> <p>Die heute bestehende Möglichkeit, Vorsorgegelder für den Erwerb von Wohneigentum zu verwenden, ist keine echte Wohneigentumsförderung, denn sie geht auf Kosten der Rente beziehungsweise der Kapitalauszahlung im Vorsorgefall. Dies, obschon sowohl die Altersvorsorge als auch die Wohneigentumsförderung als selbständige Förderungsziele in der Bundesverfassung vorgeschrieben sind. Zudem wird in einem aktuellen bundesrätlichen Bericht zur Zukunft der 2. Säule (Pensionskasse) angeregt, die Vorbezugsmöglichkeiten dieser Mittel für den Erwerb von Wohneigentum einschneidend zu kürzen. Angesichts dieser Ausgangslage ist das Bausparen umso dringlicher nötig. Die beiden Bausparinitiativen verdienen daher Ihre Unterstützung mit einem Ja an der Urne.</p> <p><strong>Der Swissbau Focus Blog diskutiert wichtige Fragestellungen in einem offenen und kontroversen Dialog. Mehr über die Argumente der Gegner der Bausparinitiative erfahren Sie im Beitrag <a href="https://www.swissbau.ch/de-CH/news/blog/2012/03/contra-bausparinitiative-ein-votum-von-beat-jans.aspx">«Contra Bausparinitiative: ein Votum von Beat Jans»</a>.</strong></p> </div> <div class="field--label">Blog topics</div> <a href="/de/taxonomy/term/1224" hreflang="de">Raumentwicklung und Infrastruktur</a> <div class="field--label">Blog platform</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/messe" hreflang="de">Messe</a> <div class="field--label">Blog tags</div> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/bausparen" hreflang="de">Bausparen</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/bausparinitiative" hreflang="de">Bausparinitiative</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/energieeffizienz" hreflang="de">Energieeffizienz</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/wohneigentum" hreflang="de">Wohneigentum</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/zersiedelung" hreflang="de">Zersiedelung</a> <a href="/de/aktuell/blog/taxonomy/meinung-0" hreflang="de">Meinung</a> <a id="section-comments"></a> <section class="full--topic-default full__comments" id="node-topic-field-topic-comments--3"> <div class="card"> <div class="card__block card__comment_section"> <div class="comment-form__wrapper"> <div class="h3 ">Kommentar verfassen</div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=425&amp;2=field_topic_comments&amp;3=comment" token="wbEHudJRhtL_AAsudYXfNZb25KM8OweiPO7d0INYWN4"></drupal-render-placeholder> </div> </div> </div> </section> <drupal-render-placeholder callback="like_and_dislike.vote_builder:build" arguments="0=node&amp;1=425" token="3FB9DWp-tEpqo1UtszydU0LGWl4e3gW-iAwsJICEC2Q"></drupal-render-placeholder><drupal-render-placeholder callback="flag.link_builder:build" arguments="0=node&amp;1=425&amp;2=follow_content" token="UP0iyxpPxNyx5LZKlWJPC25FPb13mzunuHKaWAJ6kjM"></drupal-render-placeholder> Tue, 06 Mar 2012 07:12:00 +0000 w4admin 425 at https://www.swissbau.ch https://www.swissbau.ch/de/aktuell/blog/pro-bausparinitiative-ein-votum-von-ansgar-gmuer#comments