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Handwerkliche Berufe sind attraktiv - nur wissen es zu wenige

Publiziert am
17.01.2012
von
Berufspraktiker in der Gebäudetechnikbranche braucht es mehr denn je. Nachwuchsförderung steht deshalb ganz weit oben auf unserer Traktandenliste. Um die Berufsleute von morgen rekrutieren zu können, müssen wir alles daran setzen, die attraktiven Berufslehren im handwerklichen Sektor bekannter zu machen.

Dank des durchlässigen Bildungssystems gibt es eine Vielzahl an Optionen für Lehrabschlussgänger wie beispielsweise die Berufsmaturität, Fachhochschulen und Passarellenangebote. Berufsleute mit praktischem Hintergrund und praktischer (Berufs-) Erfahrung sind gefragter als Bewerber, welche erst nach der Matura und dem Studium die Realität der Arbeitswelt kennenlernen.

Um die breite Bevölkerung für die Vorteile einer Berufslehre zu sensibilisieren, braucht es Informationskampagnen.

Die Bestrebungen der Berufsverbände alleine reichen allerdings nicht aus. Die Politik ist gefordert, in den Kantonen Aufklärungsarbeit zu initiieren. Ausserdem muss die Wirtschaft ihre Zusammenarbeit mit Volksschulen intensivieren und letztendlich ist ein professionelles Marketing für die Berufsbildung unabdingbar.

Uns im Gebäudetechnik-Bereich bietet sich eine riesige Chance: Im Zuge der Energiewende ist das Know-How unserer Spezialisten mit fundierter handwerklicher Grundbildung gefragter denn je. Sie leisten einen riesigen Beitrag zur Energiezukunft der Schweiz. Es sind die Praktiker, welche Häuser sanieren, Wärmepumpen einbauen und Solarpanels auf Dächer montieren. Ist es nicht bewundernswert, dass ein Gebäude dank diesen Berufsprofis nach einem Umbau nur noch einen Bruchteil der Energie verbraucht wie zuvor?

Peter Schilliger war Diskussionsteilnehmer in der Swissbau Focus Arena «Bildung für die Bau- und Immobilienwirtschaft – Fachleute von morgen». Schauen Sie sich die Sendung und das Videointerview mit Peter Schilliger im zugehörigen Eventreport an und erfahren Sie mehr zum Thema des Fachkräftemangels in der Baubranche.

Nationalrat Peter Schilliger ist CEO und Mitinhaber der Herzog Haustechnik AG in Luzern und präsidiert den Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverband suissetec. Der Branchen- und Arbeitgeberverband umfasst Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Sanitär (einschliesslich Werkleitun­gen), Heizung, Spenglerei/Gebäudehülle, Klima, Lüftung und Klima/Kälte. Der Verband vertritt alle Stufen der Wertschöpfungskette, das heisst Hersteller, Lieferanten, Planer und Ausführende. suissetec umfasst 27 Sektionen mit über 3‘300 Mitgliedern und rund 40‘000 dem Gesamtarbeitsvertrag unterstellten Berufsleuten. 

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