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Urin-Trenn-WC für eine nachhaltige Zukunft

Publiziert am 20.12.2019 von Redaktion Swissbau
Laufen Urin-Trenn-WC
Swissbau Urin ist etwas, über das sich die meisten Menschen keine Gedanken machen. Mit dem Urin-Trenn-WC save! bringt Keramik Laufen ein Thema mit Potential für die Kreislaufwirtschaft auf den Tisch.


Das Thema Urin wird selten mit positiven Assoziationen verbunden. Eigentlich schade, denn im Urin steckt viel mehr Potential als man vermutet. Zum Beispiel enthält der menschliche Urin den wertvollen Rohstoff Phosphor. Er wird vor allem in der Landwirtschaft als Bestandteil von Düngemitteln eingesetzt. In Zeiten immer knapper werdender Ressourcen und schwindender Rohstoffe lohnt es sich also durchaus, Urin als Phosphorquelle in Betracht zu ziehen. Darüber hinaus ist Urin mit durchschnittlich 3-7 Gramm Stickstoff pro Liter ein essentieller Bestandteil der stickstoffbasierten Düngemittel, die ebenfalls in der Landwirtschaft verwendet werden.

Vor Schadstoffen «schützen»
Derzeit gelangen die oben beschriebenen Nährstoffe im Urin weitgehend ungeklärt und direkt über das Abwasser in die natürlichen Gewässer. Zusammen mit den Nährstoffmengen, die aufgrund der Überdüngung in der Landwirtschaft ebenfalls in die natürlichen Gewässer eingebracht werden, entsteht eine Übersättigung. Aus Nährstoff wird Schadstoff. 

Konkret bedeutet das, dass Stickstoff und Phosphor, die in die Wassersysteme eingeleitet werden, das Pflanzenwachstum fördern und damit die sogenannte Algenblüte verursachen. Die Bakterien, zersetzen die Algen und entziehen dem Wasser Sauerstoff. Es entstehen sogenannte «Dead Zones», was Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Gesundheit der Gewässersysteme hat.

Zusätzlich ist der menschliche Urin auch für die problematische Mikroverunreinigung, beispielsweise durch Hormone und Medikamentenrückstände, im Abwasser verantwortlich. 

Heute verunreinigen 1,5 Liter menschlicher Urin zirka 180 Liter Abwasser. Wissenschaftler untersuchen schon seit den 90er Jahren alternative Wege, um die Verschmutzung durch menschliches Abwasser zu verringern. Die Schweizer Eawag, verfolgt dabei die interessante Möglichkeit der «Source Separation Technology», bei der das WC-Abwasser bereits an der Quelle in Urin, Fäkalien und Grauwasser unterteilt wird. Das Abwassermanagement wird damit Teil der Kreislaufwirtschaft. Obendrein verringert sich der Aufwand der Klärung immens.

save! Das Urin-Trenn-WC von Keramik Laufen
Mit save! haben das österreichische Designstudio EOOS, Eawag und Keramik Laufen ein wegweisendes Urin-Trenn-WC entwickelt, das ein neues Kapitel im nachhaltigen Abwassermanagement aufschlägt. Die Schlüsselinnovation des Produkts ist eine von EOOS Design entwickelte «Urin Trap». Sie nutzt das hydrodynamische Prinzip des Teekanneneffekts, um den Urin nur unter Verwendung der Oberflächenspannung in Richtung eines verdeckten Auslasses zu leiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob das WC von einem Mann, einer Frau oder einem Kind genutzt wird. Spülwasser hingegen, das mit einer viel höheren Menge und Geschwindigkeit abgegeben wird, läuft über den Urinauslass hinweg. Gleiches gilt für Feststoffe und Toilettenpapier, die wie gewohnt in den Abfluss fallen.

save! ist die erste Urin-Trenn-Toilette, die alle Industriestandards erfüllt. Sie ermöglicht den Nutzern sich komfortabel, hygienisch und ganz neu auch sinnstiftend zu erleichtern. 

Weitere Informationen zum Produkt finden Sie hier.
Redaktion Swissbau

Redaktion Swissbau

Der Swissbau Blog ist eine dialogorientierte Online-Plattform für aktuelle Beiträge zur Bauwirtschaft in der Schweiz. Neben zahlreichen Beiträgen aus dem Themenspektrum des Swissbau Focus liefert er regelmässig interessante News und Hintergründe zur Baubranche bzw. zur Swissbau selbst. Informationen zur Autorenschaft finden sich im Impressum. Bitte beachten Sie zudem die Blog Policy.

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