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Digital kommunizieren im Areal

Publiziert am 29.11.2017 von Redaktion Swissbau
erlenapp
Swissbau Arealbetreiber erkennen den Vorteil digitaler Vernetzung. Kommunikationsfördernde Tools helfen Quartierbewohnenden im partizipativen Entwicklungsprozess und bei der Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen.

Erlenmatt West in Basel – seit 2015 lebendiges Stadtquartier und 2000-Watt-Areal – lebt vom Partizipationsprozess. «Zu den fünf Hauptthemenfeldern des Kriterienkatalogs für ein 2000-Watt-Areal gehört auch ‹Kommunikation und Kooperation›, was klar signalisiert, dass Nachhaltigkeit auch vom Verhalten der Bewohnenden abhängt. Neben Neuzuzüger-Apéros, Nachhaltigkeitsworkshops und Nachbarschaftsfesten wurden mit den Ambassadeuren wichtige Schlüsselpersonen im Quartier bestimmt», beschreibt Sunnie Groeneveld von Inspire 529 das Community Building zur Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele. Auch Institutionen wie Stadtgärtnerei, Polizei oder Losinger Marazzi wirken unterstützend.

Die von Allthings entwickelte erlenapp trägt mit arealspezifischer Chatfunktion, Fahrplänen, Einkaufsmöglichkeiten, Tauschbörsen und Begrüssung von Neuzuzügern massgeblich dazu bei. «Die Mehrheit der Bewohnenden nutzt die App aktiv. Einige schreiben nur selten, aber lesen regelmässig. In Kürze merken sie, welche Funktionen benötigt oder verbessert werden könnten», begrüsst Annalisa Stefanelli von Inspire 529 aktives Mitgestalten durch Rückmeldungen, wofür jeder beim Einzug einen Anmeldecode erhält. Visualisierte Energieverbräuche der Wohnungen und ein Vergleich mit dem Durchschnittsverbrauch sollen nachhaltiges Verhalten aktiv fördern. Blogger verfassen deshalb zur Sensibilisierung auch Beiträge für die App. «Dieses innovative, von den Bewohnenden positiv aufgenommene Angebot wird dem digitalen Wandel gerecht. Davon profitiert zugleich die Sharing Economy», ist sich Stefanelli sicher.

Langfristig fester Bestandteil
Auch im Sihlbogen wirken die Apps der Baugenossenschaft Zurlinden gemeinschaftsfördernd. Nachrichten-, Gruppen- und Pinnwandfunktionen verbinden Personen nach jeweiligen Interessen. «Sihlbogen ist international geprägt und mithilfe der App finden Menschen noch besser zueinander», erklärt Doris Pillon von der Baugenossenschaft Zurlinden den Stellenwert des digitalen Angebotes. Der vereinfachte Kontakt mit Verwaltung oder Hauswartung spart Zeit bei organisatorischen Belangen wie Reparaturen in den Wohnungen. Rund 80 Prozent der Bewohnenden nutzen derzeit die App im Sihlbogen und auch in der Siedlung Hüttengraben wird sie aktiv eingesetzt. «In unseren übrigen Liegenschaften besteht ebenfalls Interesse», sagt Doris Pillon und erwartet zudem langfristig eine flächendeckende Verbreitung in anderen Arealen.

Spezielle Dienste
Aktuell nutzen etwa Greencity, Im Lenz, Wettstein oder Freilager arealspezifische Tools zur Vernetzung. Auch spezielle Dienste sind nicht unüblich: Auf dem Suurstoffi-Areal finden Anwohnende und Arbeitstätige über die Fahrgemeinschaften-App mit umweltfreundlicher Mobilität den Weg zum und vom Areal.

Die erlenapp ist ein nützliches Tool in Erlenmatt West

Redaktion Swissbau

Redaktion Swissbau

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