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Wenn Mensch und Gebäude zusammenarbeiten

Publiziert am 30.08.2017 von Redaktion Swissbau
Wenn Mensch und Gebäude zusammenarbeiten

Swissbau Zwischen Mensch und Raum bestehen intensive Wechselwirkungen. Egal, ob es sich um Aussen- oder Innenräume handelt, bei der Nutzung derselben kann das Individuum der vom Menschen geschaffenen Architektur nicht entgehen. Für den Wohlfühlfaktor ist die richtige Mensch-Gebäude-Interaktion deshalb essentiell.

Wer kennt nicht das Gefühl «Hier fühle ich mich nicht wohl», wenn er einen Raum betritt oder durch eine Fussgängerunterführung läuft. Und auch wenn man es nicht immer so bewusst wahrnimmt, Räume beeinflussen permanent das individuelle Lebensgefühl. Umso wichtiger, dass sie funktionieren. Egal, ob es sich um Wohngebäude, Büroräumlichkeiten, Krankenhäuser oder Strassen, Plätze und Parks handelt. Stellt ein Innen- oder Aussenraum zum Beispiel keine nutzerfreundlichen Wege zur Verfügung, werden diese nicht genutzt. Die permanente Suche nach Ausweichmöglichkeiten mindert die Attraktivität und die Akzeptanz.

Die Interaktion verstehen

In Innenräumen wirkt sich eine mangelhafte Mensch-Gebäude-Interaktion insbesondere auf das Miteinander der Gebäudenutzer aus. Der Wohlfühlfaktor nimmt ab und dies kann sich zum Beispiel auf die Arbeitsleistung auswirken. Entsprechend wichtig ist es zu verstehen, wie die Menschen in und mit Gebäuden im Austausch stehen. Helfen dabei können einmal mehr die Technologie und die Digitalisierung. Zum Beispiel, indem die Nutzer mit Sensoren ausgerüstete Armbänder tragen und so Daten erhoben werden, die über Visualisierung und Data Mining ausgewertet werden.

Das Gebäude als Lebensraum

Das über die Bedürfnisse der Nutzer gewonnene Wissen kann in Konzepte umgesetzt werden, die den Komfort und die Nutzungseffizienz von Räumen verbessern. Dies entspricht auch dem Open-Architecture-Ansatz, der fordert, dass das Gebaute nicht nur konstruktiven und technischen Ansprüchen genügt, sondern auch räumlichen, sozialen und ökonomischen Wechselwirkungen. Dies mit dem Ziel, eine möglichst hohe Qualität in der Mensch-Umwelt-Interaktion zu erreichen. Ohne die Beteiligung aller Betroffenen kann dieses Ziel nicht erreicht werden. Open Architecture ist entsprechend ein Disziplinen-übergreifender Findungsprozess für alle Arten von Räumen, in dem die Grundlagen für Entscheidungen getroffen werden.

Im Veranstaltungs- und Netzwerkformat Swissbau Focus finden Interessierte von der Raumplanung im alpinen Raum bis hin zu Werkzeugen für die optimale Gestaltung von Innenräumen verschiedene Veranstaltungsangebote. Daneben zeigt die 2018 erstmals durchgeführte Sonderschau zur digitalen Transformation, das Swissbau Innovation Lab, in Fallstudien, so genannten Digital-Use-Cases, wie Gebäude mit ihren Nutzern und der Umwelt interagieren.
Redaktion Swissbau

Redaktion Swissbau

Der Swissbau Blog ist eine dialogorientierte Online-Plattform für aktuelle Beiträge zur Bauwirtschaft in der Schweiz. Neben zahlreichen Beiträgen aus dem Themenspektrum des Swissbau Focus liefert er regelmässig interessante News und Hintergründe zur Baubranche bzw. zur Swissbau selbst. Informationen zur Autorenschaft finden sich im Impressum. Bitte beachten Sie zudem die Blog Policy.

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