18. – 21. Januar 2022

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Heizen mit Öl ist noch lange entschieden richtig

Die Frage, ob Erdöl noch eine Zukunft hat, kann mit einem klaren ja beantwortet werden. Einerseits beträgt die Reichweite der bekannten und erschlossenen Reserven noch mehr als 45 Jahre und andererseits ist unsere Abhängigkeit davon so gross, dass eine Ablösung nicht per sofort, sondern nur in einem längerdauernden Prozess erfolgen kann. In der Schweiz beispielsweise beträgt der Anteil Erdöl an den Primärenergieträgern 54%. Dies spiegelt sich beim Anteil von über 50% bei den Heizungssystemen wieder.

Da uns allen die Endlichkeit dieses wichtigen Rohstoffes bewusst ist, muss er auch effizient und umweltverträglich eingesetzt werden. In diesen Punkten hat sowohl die Erdölwirtschaft im Heizungsbereich mit dem Zurverfügungstellen von «sauberen» Brennstoffen, als auch die Industrie mit der Entwicklung neuer, sparsamer Techniken (Brennwerttechnologie) in denn letzten Jahren erfolgreich grosse Anstrengungen unternommen. Öko-Heizöl ist bei der Emission von Schadstoffen mit Erdgas vergleichbar geworden. Diese beiden Energieträger spielen in Punkto Schadstoffärme in einer anderen Liga als Holz. Dieses ist zwar CO2-neutral, aber bezüglich Schadstoffen und Feinstaub nicht konkurrenzfähig. Holschnitzel stossen zum Beispiel 450 mal mehr Feinstaub, 20 mal mehr Schwefeldioxid und fast 10 mal mehr Stickoxide aus wie eine Ölheizung.

Aber auch beim Verbrauch wurden grosse Fortschritte gemacht: In Kombination mit einer guten Isolierung und Solarenergie für die Warmwasseraufbereitung erreicht eine Ölheizung Werte nahe dem Minergie-Standard, d.h. 5 Liter/m2.

Beim Neubau oder bei einer Sanierung einer Liegenschaft spielen die Kosten eine wichtige Rolle. Statt auf eine Prestigetechnik wie Wärmepumpe mit Erdsonde zu setzen, die ein Mehrfaches einer modernen Ölheizung kostet, soll das Augenmerk auf die Isolation gerichtet werden.

Das durch die richtige Auswahl der Heizung eingesparte Geld kann somit nachhaltig für die Verringerung des Energiebedarfes der Bauten eingesetzt werden. Da freut sich nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie des Hausbesitzers.

Neben Kosten und Umwelt ist die Versorgungssicherheit ein wichtiger Punkt. Auch hier punktet das Erdöl. Verschiedene Transportwege und -arten, viele austauschbare Lieferanten, sowie die landeseigene Pflichtlagerorganisation sind Garanten für eine sichere, ausreichende Versorgung. Seit dem zweiten Weltkrieg wurde in der Schweiz das Erdöl mit seinen Produkten nie zur Mangelware. Die Zukunft von Erdöl zeigt sich auch in der weiteren, absoluten Zunahme von Ölheizungen in den letzten 10 Jahren. Es wurden über 10‘000 neue Ölheizungen installiert. Dies beweist, dass Leute, die rechnen können, weiterhin auf diese bewährte Technologie und den sicheren Energieträger Öl setzen.

Niklaus Boss studierte an der Universität Zürich Rechtswissenschaften und absolvierte anschliessend die Anwaltsprüfung. Berufsbegleitend schloss er 2003 das Executive MBA der Universität Zürich ab. Nach verschiedenen Funktionen in der Verwaltung und in der Privatwirtschaft übernahm er per 1. Juni 2011 die Geschäftsführung der Erdöl-Vereinigung. Die Erdöl-Vereinigung vertritt die Interessen der Mineralölwirtschaft gegen Aussen.

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