Putzfassade mit Zukunft: hinterlüftet, nachhaltig, rückbaubar
Der Vortrag beleuchtet, wie Bauherren und Architekten von hinterlüfteten Putzfassaden profitieren: bessere Energieperformance, geringerer Unterhalt, nachhaltige Materialkreisläufe und flexible Gestaltung. Rückbaubarkeit macht die Fassade zudem zu einer zukunftssicheren Investition.
In dieser gemeinsamen Keynote Session stehen zwei Perspektiven im Dialog, die die Gebäudehülle nicht nur als konstruktives Element abbildet, sondern auch als gestalterische, funktionale und kulturelle Haltung begreifen lassen.
Den Einstieg macht die Architektin Catherine Gay Menzel, die aus ihrer planerischen Praxis erläutert, weshalb sie die Gebäudehülle überwiegend mit Putz ausführt. Sie zeigt auf, wie Putz als Material weit mehr ist als eine reine Oberfläche ist: Er ermöglicht eine präzise architektonische Sprache, vermittelt Massstäblichkeit, Ruhe und Kontinuität und schafft gleichzeitig eine starke Verbindung zwischen Gebäude, Kontext und Nutzung. Dabei geht sie auf gestalterische, funktionale und nachhaltige Aspekte ein, die ihre Materialwahl prägen.
Darauf aufbauend vertiefen die beiden folgenden Vorträge das Thema Gebäudehülle «verputzt hinterlüftet» aus ergänzenden Blickwinkeln. Sie beleuchten technische, materialbezogene und ausführungsspezifische Fragestellungen und zeigen, wie architektonische Ideen, handwerkliche Umsetzung und bauphysikalische Anforderungen zusammenwirken und ausgeführt werden können. Gemeinsam entsteht ein ganzheitlicher Blick auf die gedämmt, hinterlüftet und verputzte Fassade als Schnittstelle zwischen Gestaltung, Technik und Nachhaltigkeit.
Die Session richtet sich an Architekt/innen, Planer/innen, Fachpersonen, Bauherren sowie Investoren, die sich mit der Rolle der Gebäudehülle im zeitgenössischen Bauen auseinandersetzen und Inspiration für eine bewusste, materialgerechte Architektur suchen.
Sprechende (3)