18. – 21. Januar 2022

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Ein Team kann mehr

News Im Lebenszyklus eines Bauwerkes legt die Planung den Grundstein für den wirtschaftlichen und baulichen Erfolg eines Projektes. Dennoch ist der partnerschaftliche Umgang aller Beteligten Parteien – allen voran Bauherren, Architekten, und Baufirmen – scheinbar ein unlösbares Problem.
Nachwievor dominieren sequentielle Planungsprozesse, die den frühzeitigen Austausch der an einem Bauprojekt beteiligten Parteien zu wenig berücksichtigen. Dabei könnten Teams, bestehend aus Bauherren, Architekten, Ingenieuren, Handwerkern und ausführenden Unternehmen, die bereits in einem sehr frühen Planungsstadium zusammenarbeiten, Synergieeffekte erzielen. Die Formen der Zusammenarbeit in solchen Bauteams sind vielfältig: Ausschreibung vor oder nach Planung, Projektentwicklung oder Hauptunternehmer sind bereits erfolgreich praktizierte Zusammenarbeitsformen.

Kooperation ist Voraussetzung

Eine solche Vorgehensweise ist aufwändig, da sie eine intensive Koordination benötigt. So sollten schon in der Vorentwurfsphase zum Beispiel die ausführenden Unternehmen beigezogen werden, damit die planende und ausführende Seite frühzeitig das Projekt Gewerke übergreifend optimieren können. Im Vergleich zum sequentiellen Planen führt diese Form des Projektmanagements zu einem höheren Nutzen und reduziert die Reibungsverluste. Damit dies funktioniert, müssen alle Involvierten das Projekt als Ganzes und den Erfolg als gemeinschaftliches Anliegen verstehen. Mit anderen Worten: Kooperation ist die Voraussetzung. Dazu gehört bis einschliesslich der Kalkulationen eine grosse Offenheit bezogen auf die wechselseitigen Interessen. Alle sollen profitieren.

Digital statt analog

Ein solcher Planungsprozess durchbricht die traditionelle Handhabung von formalisierten, fachlich und rechtlich getrennten Arbeitsverhältnissen und erweitert klassische Rollen. Zusammengefasst werden kann das Zusammenspiel im Team beispielhaft in sieben Stufen: 1) Grundlagenermittlung durch Bauherr und Architekt. 2) Zusammenstellen des Teams. 3) Vertragliche Regelungen und Festlegung der Teamorganisation. 4) Gemeinschaftliche Entwicklungs- und Optimierungsphase. 5) Festsetzung der Bausumme. 6) Verabschiedung Bausumme oder Projektausschreibung. 6) Beauftragung ausführendes Unternehmen. 7) Bauausführung.

Soweit die Theorie, in Praxisberichten wird oft eine andere Realität beschrieben. Neue Hoffnung, die vorherrschenden Mechanismen zu durchbrechen, schürt die Digitalisierung und im Speziellen das Building Information Modeling (BIM). Entsprechend findet BIM Beachtung in den Vorträgen des Veranstaltungs- und Netzwerkformats Swissbau Focus. Daneben sorgt die 2018 erstmals durchgeführte Sonderschau zur digitalen Transformation, das Swissbau Innovation Lab, für einen Praxiseinblick, wie Planungsprozesse zukünftig aussehen.

Der Swissbau Blog ist eine dialogorientierte Online-Plattform für aktuelle Beiträge zur Bauwirtschaft in der Schweiz. Neben zahlreichen Beiträgen aus dem Themenspektrum des Swissbau Focus liefert er regelmässig interessante News und Hintergründe zur Baubranche bzw. zur Swissbau selbst. Informationen zur Autorenschaft finden sich im Impressum. Bitte beachten Sie zudem die Blog Policy.
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