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Swissbau Focus: So sieht die Zukunft der Bauwirtschaft aus

Publiziert am 28.11.2017 von Maximilian Grieger
Swissbau focus
Die Bauwirtschaft ist von aktuellen Themen wie der Digitalisierung und der Energiestrategie stark betroffen. Trotz unterschiedlicher Interessenlagen ist sie gefordert, gemeinsame Lösungen zu finden. Um die Zukunft der Baubranche zu diskutieren, führt die Swissbau 2018 die verschiedenen Akteure in 70 Veranstaltungen zusammen. Die Herausforderungen sind vielfältig, dies zeigt auch die Anwesenheit von Referenten wie z.B. Mario Botta, Theo Wehner, Benoît Revaz, Rolf Dobelli, Jürg Grossen, Kirsten Hasberg, Stefan Müller-Altermatt, Alastair Parvin, Klaus W. Wellershoff oder Pascale Vonmont.

Gemeinsam mit den führenden Branchenverbänden, Organisationen, Hochschulen und Medien organisiert die Swissbau seit mehreren Jahren das Veranstaltungs- und Netzwerkformat Swissbau Focus. Im Zentrum stehen die Themen Energie, Bildung, Raumplanung, Digitalisierung und der Lebenszyklus von Bauwerken. Das Messemotto «Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?» stellt in diesem Zusammenhang die Frage nach der Zukunft der Bauwirtschaft ins Zentrum. Können die Akteure wie bisher relativ isoliert ihre Ziele verfolgen oder sind neue, branchenübergreifende Verbindungen notwendig?

Während der Swissbau 2018 diskutieren Innovatoren, Unternehmer, Politiker und Nutzer aus dem In- und Ausland die aktuellen Chancen und Herausforderungen der Bauwirtschaft. Wissensaustausch und interdisziplinärer Dialog bieten einen aktuellen Blick auf brennende Themen. Zudem hat die Swissbau in Eigenregie vier Focus-Veranstaltungen definiert, die besondere Herausforderungen der Baubranche thematisieren. Unter der Leitung von erfahrenen Journalisten diskutieren Fachexperten und Politiker Brennpunkte wie Generationenkonflikt, Raumplanung, Energiestrategie und Digitalisierung. Leading Partner sind EnergieSchweiz und der SIA als führender Verband der Ingenieure und Architekten.

Die vier Focus-Veranstaltungen
Focus 1: «Die Generationen im neuen Spannungsfeld»

In wenigen Jahren definieren die Generationen ab Jahrgang 1980 den Arbeitsmarkt. Sie bringen neue Tools, Perspektiven und Kompetenzen mit, stellen aber auch neue Ansprüche. Parallel verändern sich mit der Digitalisierung die Berufsprofile und die Aufgaben verschieben sich entlang der Wertschöpfungskette. Neue Technologien, Systeme und Materialien kommen auf den Markt und prägen den Alltag der Bauwirtschaft. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den Generationen in der Zukunft? Inwiefern verändern sich die Berufsprofile? Wo entstehen neue Kooperationen? Und wie muss sich die Bildungslandschaft in diesem Umfeld weiterentwickeln?

Teilnehmer:

  • Rita Contini, dipl. Architektin eth/sia, Präsidentin Ausbildnerverein Raum- und Bauplanung Nordwestschweiz
  • Damian Fopp, Designer
  • Jürg Grossen, Nationalrat GLP, Vorstand Bauen digital Schweiz, elektroplan Buchs & Grossen AG, Smart Energy Link AG
  • Urs Rieder, Vizedirektor und Leiter Ausbildung, Hochschule Luzern – Technik & Architektur
  • Matthias Standfest, Gründer und CEO Archilyse AG, ETH-Spin-off
  • Theo Wehner, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie, ETH Zürich

Moderation: Andrea Vetsch, SRF

Focus 2: «Neue Perspektiven für den alpinen Raum»
Über die Hälfte unserer Landesfläche befindet sich im alpinen und voralpinen Raum. Diese Regionen sind einzigartig und wesentlicher Bestandteil der Schweizer Identität. Vielerorts fehlt es jedoch an Perspektiven. Die Klimaerwärmung stellt den Wintertourismus vor grosse Herausforderungen und steigert das Risiko für Naturgefahren. Viele Gemeinden kämpfen zudem mit Abwanderung und deren weitreichenden Konsequenzen. Wie schaffen wir es, gemeinsam neue Perspektiven für den alpinen Raum zu entwickeln? Wie gestalten wir in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen den Bergregionen, zwischen «Berg» und «Tal», zwischen der lokalen Bevölkerung, dem Gewerbe, dem Tourismus und den Entscheidungsträgern aus der Politik?

Teilnehmer:

  • Mario Botta, Architekt
  • Mario Cavigelli, Regierungsrat Kanton Graubünden CVP, Vorsteher Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement, Graubünden
  • Damian Jerjen, Kantonsplaner / Dienstchef Dienststelle für Raumentwicklung, Kanton Wallis
  • Daniel Müller-Jentsch, Senior Fellow, Avenir Suisse

Moderation: Mario Grossniklaus, SRF

Focus 3: «Das Gebäude als Dreh- und Angelpunkt der Energiestrategie»
Die Schweiz importiert monatlich Erdöl im Wert von einer Milliarde Schweizer Franken. Mit dem Ja zur Energiestrategie 2050 hat sich das Volk nun für eine Zukunft mit erneuerbaren Energien entschieden. Wie sich die Umsetzung der neuen Energiestrategie in diesem Spannungsfeld gestaltet, ist unklar. Sicher ist: Der Gebäudepark, seines Zeichens verantwortlich für die Hälfte des Schweizer Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen, spielt dabei eine zentrale Rolle. Welche neuen Modelle, Konzepte und Technologien erwarten uns? Wie verändern sich die Rollen der Marktteilnehmer? Und wie wollen wir in Zukunft zusammenarbeiten?

Teilnehmer:

  • Adrian Altenburger, Vizepräsident SIA, Professor / Instituts- und Studiengangsleiter, Hochschule Luzern – Institut für Gebäudetechnik & Energie
  • Tobias Andrist, Leiter Sparte Strom, Mitglied der Geschäftsleitung, EBL
  • Kirsten Hasberg, Doktorandin, Universität Aalborg, Kopenhagen, Beraterin für Energie, BlockchainHub Berlin
  • Lorenz Isler, Nachhaltigkeitsverantwortlicher, IKEA Schweiz
  • Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat CVP und Mitglied der UREK-N

Moderation: Georg Halter, SRF

Focus 4: «Auf dem Weg zur totalen Vernetzung»
Die Schweizer Baukultur geniesst eine langjährige Tradition und zeichnet sich durch eine hohe Stabilität aus. In dieses Umfeld dringt die Digitalisierung mit neuen Geschäftsmodellen und Technologien. Prozesse verändern sich, neue Akteure treten auf den heimischen Markt und Daten entwickeln sich zum Gold des 21. Jahrhunderts. Die neuen Herausforderungen setzen die bisherigen Akteure unter Druck, bieten aber gleichzeitig auch neue Chancen. Wie gestalten sich die neuen Handlungsmöglichkeiten und Strategien? Von welchen «Best Cases» können wir lernen? Wie organisieren wir den gemeinsamen Umgang mit den Daten und wie stellen wir die erfolgreiche Zusammenarbeit langfristig sicher?

Teilnehmer:  

  • Robert Beer, Managing Director Schweiz und Österreich, Allthings Technologies AG
  • Balz Halter, Präsident des Verwaltungsrates, Halter AG
  • Manfred Huber, Architekt, Leiter Kompetenzzentrum Digitales Bauen, Fachhochschule Nordwestschweiz – Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik
  • Alastair Parvin, Mitgründer WikiHouse Foundation
  • Pascale Vonmont, CEO/Direktorin Gebert Rüf Stiftung

Moderation: Esther Keller

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Maximilian Grieger
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