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Diese 4 Stufen machen Sie fit für die Zukunft

Publiziert am 19.06.2018 von Redaktion Swissbau
Stufenplan
Swissbau Die digitale Durchgängigkeit entlang der Wertschöpfungskette ist ein wichtigstes Ziel der Baubranche. Wie der Weg dorthin aussieht und wo Ihr Unternehmen in der digitalen Transformation steht, fasst Markus Weber, Präsident Bauen digital Schweiz, mit einem Ausblick auf den BIM-Kongress 2018 zusammen.

3000 Steine in einer Acht-Stunden-Schicht – das schafft kein gelernter Maurer. Für diese Höchstleistung ist ein Roboter verantwortlich. Ein 36 Hektar grosses Areal binnen 25 Minuten vermessen und wenige Stunden später die Daten für die weitere Planung einsetzen – dies ist nur dank Dronen, Rechnerkapazität und Software möglich. Für eine Baustelle Material bestel-len, ohne dass ein Blick aufs Lager vor Ort geworfen wurde – automatisiert ohne RFID-Technologie unvorstellbar. Diese Beispiele sind keine Zukunftsmusik, sondern schon heute Realität auf Baustellen überall auf der Welt.


Wandel braucht Zeit

Zugegeben, die oben genannten Technologien finden sich weder in der Schweiz noch in ande-ren Ländern auf jeder Baustelle. Der Status in der Schweiz: Wir sind von der Vision einer digi-talisierten Bauwirtschaft noch weit entfernt. Weder auf der technischen noch auf der organi-satorischen Ebene ist das Gros der Baubranche reif dafür.

Um den Weg zur Erfüllung dieser Vision für die gesamte Wertschöpfungskette der Branche zu skizzieren, hat Bauen digital Schweiz 2016 den «Stufenplan Schweiz – digital planen, bauen und betreiben» entwickelt. Über vier Stufen hinweg fasst dieser Leitfaden zusammen, wie die Transformation – auch in den Unternehmen selbst – aussehen soll. Der Stufenplan erlaubt es gleichzeitig, das eigene Unternehmen in Bezug auf die digitale Transformation einzuordnen.


Digitale Durchgängigkeit der Wertschöpfungskette
Abb.: Digitale Durchgängigkeit der Wertschöpfungskette
Quelle: Stufenplan Schweiz, Bauen digital Schweiz


Die Stufe Null ist die Ausgangssituation, in der ohne gemeinsam nutzbare Datenmodelle gear-beitet wird. Level 1 umfasst die modellbasierte Planung durch einzelne Marktteilnehmer, wo-bei die Zusammenarbeit in Projekten nach wie vor auf konventionellen Wegen erfolgt. Auf Level 2 gibt es bereits digitale Definitionen und eine Strukturierung der vernetzten Zusam-menarbeit. BIM spielt auf dieser Stufe eine wichtige Rolle. Echte digitale Interoperabilität gibt es ab Stufe 3. Die modellbasierte Zusammenarbeit erlaubt automatisierte Prozesse und die Grundlage für wirkliche Innovationen ist geschaffen. Ab Stufe 4 spricht man von kommuni-zierenden Systemen, bei denen das Internet der Dinge, Maschinensteuerung, Sensorik und Echtzeit-Monitoring zusammenarbeiten.


Wo steht die Schweiz?

In einem Interview für Swissbau Aktuell hält Alar Jost, Vorstandsmitglied von Bauen digital Schweiz, fest, dass die Schweiz sich derzeit auf der Stufe 2 befindet. Dass es langfristig erstre-benswert ist, die Stufe 4 zu erreichen, darüber sind sich alle einig. Die Potenziale der digitalen Technologien sind gross. Standardisierte Prozesse, mehr Effizienz und Transparenz, realisti-sche Risikokalkulationen und die Reduktion von Bauzeiten wie auch Baukosten motivieren, den Veränderungsprozess anzugehen.

Ein wesentliches Element der digitalen Transformation ist das Building Information Modeling (BIM). Ganzheitlich angewendet, bildet es den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojektes ab und vereint so alle Beteiligten: Bauherren, Architekten, Planer, Lieferanten, Ersteller und Be-treiber arbeiten Hand in Hand.

Um diese Potenziale geht es auch am BIM Kongress 2018, der von Bauen digital Schweiz in enger Kooperation mit der Swissbau organisiert wird. An der zweitägigen Veranstaltung wer-den die aktuellen Themen zur digitalen Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft in verschiedenen Veranstaltungsformaten diskutiert. Am ersten Tag findet das Symposium mit dem Arc-Award BIM statt, am zweiten Tag werden die konkreten Anwendungen im BIM Camp vertieft. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Ausstellung, wo die neuesten digitalen Technologien und Lösungen führender Unternehmen präsentiert werden.

Mehr Informationen zum BIM Kongress 2018 finden Sie hier.

Redaktion Swissbau

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