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Die Quartiere unserer Zukunft

Publiziert am 09.01.2018 von Redaktion Swissbau
Maria Lezzi
Swissbau Seit über vier Jahren liegt der Fokus der Raumplanung klar auf der Innenentwicklung. Dabei spielen insbesondere die Quartiere eine bedeutende Rolle. Als wichtigster Lebensraum prägen sie unseren Alltag und gewinnen in Zeiten der Globalisierung eine verstärkte, identitätsstiftende Bedeutung. Gemeinsam suchen wir neue Ansätze und Lösungen, um das Konzept «Heimat» weiterzuentwickeln. Darum lade ich Sie herzlich an die Swissbau 2018 ein, wo diese und viele andere Fragen diskutiert werden.

Um eine fortschreitende Zersiedelung zu bremsen, haben die Schweizer Stimmberechtigen 2013 Ja zum revidierten Raumplanungsgesetz gesagt. Seither liegt der Fokus der Raumplanung auf der Innenentwicklung. Kompakte Siedlungen bewahren die Vorzüge unserer Landschaften und tragen zur hohen Lebensqualität der Schweiz bei. Radikale Lösungen im Siedlungsbau oder in der Raumplanung führen uns allerdings nicht weiter. Die Städte und Dörfer sollen vielmehr stetig und achtsam ausgebaut und gestaltet werden.
 
Qualität dank Zusammenarbeit
Im Fokus der Innenentwicklung stehen insbesondere die Quartiere, die unser Leben prägen. Sie erhalten in der von Globalisierung, Digitalisierung und Individualisierung geprägten Zeit eine ganz neue Bedeutung: Weisen Quartiere eine hohe urbane Qualität auf, repräsentieren sie eine gelebte Form von Nachhaltigkeit. Dieser Prozess vollzieht sich nicht über Reglemente und von alleine, sondern nur, indem sich Menschen darum kümmern. Jedes Bauwerk ist einem Lebenszyklus unterworfen; eine Immobilie wird geplant, gebaut, genutzt, bewirtschaftet und vielleicht auch einmal rückgebaut – dies zeigt die Swissbau 2018 bestens auf. Dieser Lebenszyklus ist bei Quartieren nicht anders. Doch während die eigene Wohnung eine gewisse Konstante symbolisiert, entwickeln sich Quartiere, Dörfer und Städte unter dem Einfluss vieler verschiedener Akteure weiter. Manche Bewohnerinnen und Bewohner nehmen solchen Wandel häufig als nicht überschaubar und nicht beeinflussbar wahr. Hier gilt es, Gegensteuer zu geben. Denn nur da, wo ich mich wohlfühle, engagiere ich mich auch. Ein so verstandenes Konzept «Heimat» orientiert sich nicht mehr nur an der Vergangenheit, sondern auch an der Gegenwart und der Zukunft. Innenentwicklung ist weitaus anspruchsvoller als das Bauen auf der grünen Wiese. Umso wichtiger ist es, dass die öffentliche Hand und die Bauwirtschaft die Köpfe zusammenstecken. Deshalb bringt die Swissbau zwischen dem 16. und 20. Januar 2018 in Basel diese verschiedenen Akteure zusammen.

Das Konzept Heimat
Das diesjährige Motto der Swissbau «Collaboration» passt perfekt zur Raumentwicklung, die seit jeher der Abstimmung verschiedener Interessen grosses Gewicht beimisst. Es ist wichtig, dass wir uns der Diskussion rund um unsere Zukunft stellen. So heterogen wie heute war unsere Gesellschaft noch nie: Digitale Nomaden, Ortsansässige und Zweitwohnende teilen sich oft dasselbe Quartier. Für sie alle hat das Konzept «Heimat» eine unterschiedliche Bedeutung.

Gemeinsam möchten wir nach neuen Ansätzen und Lösungen suchen, um das Konzept «Heimat» weiterzuentwickeln. Das erfordert ein Engagement auf allen Ebenen: von den Gemeinden über die Kantone bis hin zum Bund, in Zusammenarbeit mit der Bauwirtschaft, den Raumplanungsbüros, den Architekten/-innen, Ingenieuren/-innen und Handwerkern/-innen.

Ich lade Sie herzlich ein, mit mir am Mittwoch, 17. Januar 2018, von 13.15 bis 14.45 Uhr im Rahmen der Focus-Veranstaltung «Heimat»? Erfahrungen und Ideen aus Raum- und Stadtentwicklung zu diskutieren.

Redaktion Swissbau

Redaktion Swissbau

Der Swissbau Blog ist eine dialogorientierte Online-Plattform für aktuelle Beiträge zur Bauwirtschaft in der Schweiz. Neben zahlreichen Beiträgen aus dem Themenspektrum des Swissbau Focus liefert er regelmässig interessante News und Hintergründe zur Baubranche bzw. zur Swissbau selbst. Informationen zur Autorenschaft finden sich im Impressum. Bitte beachten Sie zudem die Blog Policy.

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