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Standpunkt Swissbau 2026

Bauprojekte werden bis heute nie ganzheitlich optimiert - Change my mind

„Change my mind“ ist ein bekanntes Meme. Eine provokante These wird formuliert und bewusst zur Diskussion gestellt. Genau das ist hier gemeint: In Bauprojekten bleibt erhebliches Potenzial ungenutzt - nicht wegen fehlendem Know-how, sondern wegen später, langsamer und fragmentierter Entscheidungen.

vyzn AG
Zürich, Schweiz

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig unter Druck

Mit SIA 390/1 als Netto-Null-Rahmen, den MuKEn und klaren Zielpfaden Richtung klimaneutrale Gebäude werden belastbare Entscheide in den frühen SIA-Phasen, insbesondere im Vorprojekt, immer relevanter.

Gleichzeitig müssen Projekte wirtschaftlich funktionieren: bezahlbarer Wohnraum, aber ebenso Rendite- und Investitionssicherheit bei kommerziellen Projekten. Wer im Vorprojekt falsche Annahmen trifft, zahlt später - mit geringerer Marge, höherem Risiko und teuren Korrekturen.

Genau hier entscheidet sich, ob ein Projekt sein Potenzial entfaltet - oder ob es sich in Zielkonflikten verliert.

Zielkonflikte ohne klare Entscheidungsgrundlage

Die entscheidenden, detaillierten Fragen werden im Wettbewerb nicht beantwortet. Dort geht es um städtebauliche und konzeptionelle Grundentscheide - nicht um die Wechselwirkungen zwischen CO₂, Kosten, Energie und Komfort. Genau diese Fragen landen im Vorprojekt und Bauprojekt, wo sie entscheidend sind.

Ein Beispiel: Was bedeutet ein Wechsel zu einem höheren Dämmaufbau in der Fassade? Reicht der energetische Effekt aus, um höhere Baukosten pro Quadratmeter, geringere Nettogrundflächen und zusätzliche Graue Emissionen zu rechtfertigen?

Oder der Fensteranteil in der Fassade: Wo liegt der Punkt, an dem mehr Tageslicht und Marktattraktivität in steigenden Energiebedarf und höhere Überhitzungsrisiken kippen?

Diese Effekte wirken gleichzeitig - nicht nacheinander.
Da sie jedoch nicht gemeinsam bewertet werden können, entstehen Entscheidungen disziplingetrennt und schrittweise. Jede Anpassung löst neue Abklärungen aus: langsam, sequenziell, mit hohem Abstimmungsaufwand. Die Folge sind wenige Iterationen, kaum Varianten und Entscheidungen unter Zeitdruck.

Ansätze wie integrale Planung oder Design-Build adressieren dieses Problem grundsätzlich. Ohne digitale Werkzeuge, die Auswirkungen früh und gesamthaft sichtbar machen, bleiben sie jedoch organisatorische Konzepte.

Change our mind

Effiziente Projektentwicklung erfordert digitale Werkzeuge, die früh, schnell und ganzheitlich zeigen, welche Auswirkungen eine Entscheidung tatsächlich hat - auf Emissionen, Energie, Komfort oder Wirtschaftlichkeit zugleich.

vyzn, ein ETH-Spin-off, macht diese Zusammenhänge auf Basis von 3D-Modellen sichtbar. Die KI-gestützte Software macht Projektanpassungen früh vergleichbar und ermöglicht effiziente Variantenstudien - damit Optimierung kein Wunschdenken bleibt. Für den Einstieg werden Projekte bei Bedarf auch mit gezielten Services begleitet.

Die Diskussion dazu findet an der Swissbau statt. Popcorn inklusive. Change our mind. Wir freuen uns! 

Halle 1.1 | Stand L62

Hier können Sie direkt einen Termin am Stand vereinbaren oder sich auf der vyzn Website weiter informieren.

Ihre Kontaktperson

Michael Sinniger

Michael Sinniger

CCO

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