Der Digitale Produktpass (DPP) wird zur Pflicht – doch seine Umsetzung hängt maßgeblich von bestehenden und neuen Normen und Standards ab. Für Hersteller von Bauprodukten bedeutet das: Sie müssen ihre Daten strukturiert, maschinenlesbar und DPP-kompatibel bereitstellen.
Im Fokus stehen u. a. diese zehn Normen:
- EN ISO 23386 – definiert strukturierte Eigenschaften in Datenwörterbüchern, etwa für BIM oder Ökobilanzierung.
- EN ISO 23387 – legt die benötigte Informationstiefe je Projektphase fest.
- EN ISO 7817-1 – liefert die Methodik für standardisierte Datenvorlagen.
- EN ISO 22057 – ermöglicht BIM-kompatible EPDs durch Verknüpfung von Produkt- und Umweltinfos.
- EN 15804 – zentrale Grundlage für Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs).
- IEC 61406 / DIN SPEC 91406 – regelt digitale Produktkennzeichnungen wie QR-Codes.
- ISO/IEC 19987 (IFC) – sorgt für Austauschfähigkeit in digitalen Gebäudemodellen.
- ISO 10303 (STEP) – Standardformat für durchgängige Daten in CAD/BIM/PLM/DPP.
- GS1 / eCl@ss / ETIM / VDI – bieten strukturierte Klassifikationen für Lieferkettenkommunikation.
- CEN/CLC JTC 14 + ISO TC 323 – treiben neue Normen für Zirkularität und DPP voran.
Fazit: Der DPP ist keine Einzelnorm, sondern ein Zusammenspiel zahlreicher Standards. buildup begleitet Hersteller bei der Umsetzung – von der Datenstruktur bis zur Bereitstellung.