Hands on Earth: Lehm mit öffentlicher Wirkung
Lehm ist in aller Munde und auf immer mehr Baustellen anzutreffen. Aufgrund seiner geringen grauen Emissionen erlangt das Material gerade in Zeiten der Bauwende eine immer grössere Bedeutung. Es erwarten Sie ausgewählte Forschungs- & Praxisprojekte zum Thema «Lehm mit öffentlicher Wirkung».
Mit der DIN 18940 wird das Bauen mit tragendem Lehmsteinmauerwerk für mehrgeschossige Bauten
wieder möglich. Immer mehr Hersteller entwickeln und produzieren hoch entwickelte Lehmprodukte,
sodass der Baustoff Lehm zunehmend für eine breite Anwendung attraktiv wird. Die Referierenden
präsentieren ausgewählte Forschungs- und Praxisprojekte, die die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von
Lehmbaustoffen aufzeigen – von der traditionellen Bauweise bis zu innovativen, nachhaltigen
Baukonzepten für eine zeitgemäße Anwendung.
Markus Stern & Marco Zürn
Formgepresste Lehmsteine im Maison Imho
Den Kern der nachhaltigen Strategie bilden die inneren Lehmwände als Ausdruck eines lokalen, zirkulären
Ressourcenansatzes. Der Lehm wird direkt auf dem Grundstück gewonnen und in unmittelbarer Nähe zu
formgepressten Lehmsteinen verarbeitet. Mit ihrer geringen grauen Energie regulieren sie die
Raumluftfeuchte, stabilisieren die Temperatur und kommen materialgerecht ohne industrielle Prozesse
oder chemische Zusätze aus. Maison Imho stellt eine Neukalibrierung dar. Bekannte Prinzipien – Struktur,
Ort, Material – werden aufgenommen und für die Gegenwart neu geordnet. Das Haus als Pilotprojekt, als
Modell. Es eröffnet eine andere Art zu denken und zu bauen.
Julian Mönig
Holz Ziegel Lehm
Das Reallabor Holz, Ziegel Lehm ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Realisierungsprojekt. Ziel ist es im öffentlichen Wohnungsbau auf die aktuellen Entwicklungen des Klimawandels und der Ressourcenverknappung reagieren zu können und nachhaltiges Bauen für alle Menschen zugänglich zu machen. Das Reallabor sieht zwei Geschosswohnungsbauten vor, die jeweils in Ziegelbauweise und Holzbauweise mit Lehmputz errichtet und miteinander verglichen werden. Dabei sollen Lowtech Strategien und der Einsatz ausschließlich natürlicher Baustoffe aufwändige Gebäudetechnik ersetzen.
Eine Veranstaltung von: FHNW, ibW, IG Lehm
Limitierte Plätze verfügbar
Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl beschränkt ist und die Anmeldungen nach Eingang berücksichtigt werden.
Bitte treffen Sie spätestens fünf Minuten vor Beginn ein. Danach wird Ihr Platz freigegeben.
Sprechende (4)
Julian Mönig
FHNW, Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, M.Sc. Architektur
Margit Geiger
ModerationDipl. Ing. Architektin FH, Fachkraft Lehmbau, Baubiologin IBN, Projektleiterin ibW Ausbildung "Bauen mit Lehm"