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Vernetzt, aber oft ungeschützt – wie Smart Buildings sicher werden

Fast alle Gebäude sind heute Smart Buildings: Vom Staubsauger bis zur Heizung, über Wechselrichter, Ladesäulen und Türsysteme – alles ist online vernetzt. Diese Entwicklung bringt Komfort, Effizienz und neue Nutzungsmöglichkeiten, erhöht aber gleichzeitig die Angriffsfläche für Cyberattacken.

Gira Swiss GmbH
Feusisberg, Schweiz

Cybersicherheit wird zur Grundanforderung auch im Wohnbau

Fast alle Gebäude sind heute Smart Buildings: Vom Staubsauger bis zur Heizung, über Wechselrichter, Ladesäulen und Türsysteme – alles ist online vernetzt. Diese Entwicklung bringt Komfort, Effizienz und neue Nutzungsmöglichkeiten, erhöht aber gleichzeitig die Angriffsfläche für Cyberattacken. Planende, Bauherren, Eigentümer und Nutzende sind sich dieser Risiken oft nicht bewusst, und besonders im Wohnbau hinkt die technische Infrastruktur vielfach hinterher.

Cybersicherheit ist deshalb kein Randthema mehr. Sie beginnt nicht erst im laufenden Betrieb, sondern bereits in der Planung, bei der Definition klarer Anforderungen und bei der Auswahl geeigneter Systeme. Als deutscher Marktführer für Schalter-Systeme und Smart Home legt Gira grossen Wert auf Datenschutz und Sicherheit.

Sicherer Fernzugriff statt unsichere Netzwerkeinstellungen

Ein zentraler Angriffspunkt in Smart Buildings ist der Fernzugriff. Nutzende möchten ihr Gebäude auch unterwegs steuern oder überwachen – etwa Heizungen regeln, Kamerabilder abrufen oder Wartungszugriffe ermöglichen. Klassische Lösungen wie offene Router-Port-Freigaben oder komplexe VPN-Konfigurationen sind jedoch fehleranfällig und für viele Anwender schwer zu handhaben.

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Mit dem Gira S1 steht eine Lösung zur Verfügung, die sicheren Fernzugriff konsequent umsetzt. Das Fernzugriffsmodul ermöglicht eine verschlüsselte, zertifikatsbasierte Kommunikation mit dem KNX-System – ganz ohne Änderungen an Router-Einstellungen oder Abhängigkeit vom Internetprovider. Die Verbindung wird automatisch über das Gira Geräteportal aufgebaut, dessen Server in Deutschland stehen und damit hohen Datenschutzanforderungen unterliegen.

In Kombination mit Gira X1 Server oder dem Gira HomeServer sind Fernbedienung und Fernwartung direkt in die App integriert. Nutzende behalten jederzeit die Kontrolle darüber, wer wann Zugriff auf das Gebäude erhält – sicher, transparent und ohne zusätzlichen technischen Aufwand.

Updatefähigkeit und verschlüsselte Datenübertragung 

Neben dem Fernzugriff spielt auch die sichere Kommunikation zwischen den Geräten im Gebäude sowie an dessen Aussenbereichen. Klassische Bussysteme waren ursprünglich nicht für heutige Bedrohungsszenarien konzipiert und Telegramme oft nicht verschlüsselt. KNX Secure setzt genau hier an und verankert Sicherheitsmechanismen direkt im System.

Mit KNX IP Secure und KNX Data Secure werden sowohl die IP-basierte Kommunikation als auch das klassische KNX-Protokoll durch Verschlüsselung und Authentifizierung geschützt – von der Inbetriebnahme bis in den laufenden Betrieb. Dadurch werden Manipulation, Abhören oder unberechtigter Zugriff auf Geräte und Funktionen wirksam verhindert.

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Gira bietet ein umfassendes KNX-Secure-Produktsortiment, das von Aktoren in der Verteilung bis zu den Bedienelementen im Raum reicht. Beliebt sind die Gira Tastsensoren 4.55 und Tastsensoren 4.95 in Bronze, Aluminium und Glas sowie das neue Touch-Display G1, welches zur Steuerung von Licht, Musik, Temperatur und Jalousien sowie für die Türkommunikation eingesetzt werden kann. Möchte man nicht die ganze Anlage mit KNX Secure verschlüsseln, empfiehlt es sich mindestens frei zugängliche Leitungen und Anschlüsse ausserhalb vom Gebäude wie Wetterstationen oder Bewegungsmelder über einen Gira Secure Koppler oder mit KNX RF Secure Funk abzusichern.  

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Updatefähigkeit. Alle Gira KNX Secure Produkte lassen sich aktualisieren und bleiben damit auch bei neuen Angriffsszenarien oder steigenden Sicherheitsanforderungen auf dem neuesten Stand. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern bietet auch langfristigen Investitionsschutz.

Netzwerke trennen, Privatsphäre schützen

Ein häufig unterschätztes Thema im Wohnbau ist die saubere Trennung von Netzwerken. Gebäudeautomation, Türkommunikation und private Datennetze sollten klar voneinander abgegrenzt sein, um ungewollte Zugriffe zu vermeiden.

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Die Gira F1 Bridge übernimmt hier eine wichtige Schutzfunktion: Das Gerät regelt die Kommunikation zwischen dem allgemeinen Gebäudenetzwerk und privaten Netzwerken und verhindert den unberechtigten Zugriff auf sensible Daten. Gleichzeitig erhöht er die Sicherheit in KNX-Systemen sowie Türkommunikationsanlagen und unterstützt damit das steigende Bedürfnis nach Datenschutz und Privatsphäre.

Fazit: Sicherheit ist Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit

Cybersicherheit im Smart Building ist kein optionales Zusatzthema mehr. Sie ist Voraussetzung für einen zuverlässigen Betrieb, für Datenschutz und für das Vertrauen der Nutzenden. Wer frühzeitig plant, klare Anforderungen definiert und auf etablierte Sicherheitsstandards setzt, schafft robuste und zukunftsfähige Gebäudeinfrastrukturen.

 

Ihre Kontaktperson

Markus Biedermann

Markus Biedermann

Country Manager Switzerland

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