18. – 21. Januar 2022

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«Wir wollen den Top-Event von 2020 wiederholen» – Ausblick auf die Swissbau 2022 mit 4B CEO Jean-Marc Devaud

Meinung  Der grosse Fenster- und Fassaden-Spezialist 4B ist auch an der Swissbau 2022 wieder mit von der Partie. Laut CEO Jean-Marc Devaud für das Unternehmen ein wichtiger Fixpunkt und nicht aus der Jahresplanung wegzudenken. Mehr darüber, wie wichtig die Swissbau für den Branchenführer ist und welche Spuren das vergangene Corona-Jahr bei ihm und in der Firma hinterlässt im Interview.



Herr Devaud, Sie sind mit 4B ein treuer Aussteller an der Swissbau und im Januar 2022 erneut dabei. Wie wichtig ist für Sie ein nationaler Branchentreffpunkt wie die Swissbau?

Als grösste Baumesse in der Schweiz, ist die Swissbau für uns sehr wichtig. Die Messe schafft es Jahr für Jahr Geschäfts- wie auch Privatkunden von 4B anzuziehen. Wir können vor Ort also bestehende und potenzielle Neukunden treffen. Was wollen wir mehr? Zudem ist es für uns als führendes Unternehmen innerhalb der Branche wichtig, dass wir uns an den wenigen Treffpunkten der Bauwirtschaft zeigen. Trotz der Digitalisierung bleibt die Messeteilnahme für uns also essenziell.

Was denken Sie über das neue Messekonzept Swissbau City, das die Swissbau 2022 anbietet? Die Messe will sich ja, unter anderem mit der neuen Platzierung und neuen Marktplätzen, zur Live-Experience-Plattform weiterentwickeln.

Wir begrüssen sehr, dass die Swissbau nicht stehen bleibt und sich von Ausgabe zu Ausgabe weiterentwickelt – so bleibt die Messe weiterhin spannend für Aussteller und Besucher. Die neuen Vernetzungsmöglichkeiten schaffen zudem viel mehr Raum, um Kunden zu treffen.

Inwiefern werden Sie die neuen Möglichkeiten und Angebote seitens Messe nutzen?

Leider verpasst man als Aussteller einen grossen Teil der flankierenden Veranstaltungen. Damit wir aber von den vielen Neuerungen optimal profitieren können, legen wir besonderes Augenmerk auf eine gute Planung unseres Teams, damit die angestrebte Vernetzung auch stattfinden kann. Die Chancen, die uns durch die Swissbau zur Verfügung stehen, wollen wir bestmöglich nutzen.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Auftritt an der Swissbau 2022?

Wir differenzieren uns als branchenführendes Unternehmen vor allem über qualitative Elemente. Das heisst über hohe Qualität im Dienstleistungsbereich, bei den Produkten oder in der Kundenbetreuung. All das zeigen wir auch mit unserem Messeauftritt. Damit ist so eine Plattform ideal, um unsere Markenwerte zu unterstreichen.

Gleichzeitig wollen wir das Vertrauensverhältnis zu bestehenden Kunden weiter stärken und neue Beziehungen aufbauen. Kunden sollen stolz sein mit 4B zusammenzuarbeiten. Genauso sollen unsere Mitarbeitenden stolz darauf sein, dass sie bei uns arbeiten. Wir konnten mit unserem Stand an der letzten Swissbau auf beiden Seiten Begeisterung auslösen – das ist auch im kommenden Jahr wieder unser höchstes Ziel.

Natürlich muss sich so eine Teilnahme trotz allem auch finanziell rechnen. Wir verlieren also auch die quantitativen Ziele nicht aus den Augen.

4B ist bekannt als Top-Innovator und wurde für ihren Ideenreichtum und Erfindungsgeist mit dem Innovations-Award «Future made in Switzerland» für 2020/2021 ausgezeichnet. Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie und Ihr Unternehmen?

Diese Auszeichnung ist für uns eine grosse Bestätigung, dass wir mit 4B auf dem richtigen Weg sind. Bei uns ist Innovation ein sehr wichtiger Bestandteil des täglichen Schaffens. Und es ist ein Zeichen, dass wir mit der eigenen Entwicklungsabteilung und dem Prüflabor bisher sehr gute Arbeit geleistet haben.

In welchen Zyklen bringen Sie Innovationen zur Marktreife?

Wir verfolgen keinen festgeschrieben Plan. Es ist ein Unterschied, ob wir von Innovationen in Bereichen wie dem Kundenservice oder unseren Dienstleistungen sprechen oder von Innovationen im Produktbereich. Ersteres geht relativ schnell und wir versuchen solche Neuerungen so rasch wie möglich auf den Markt zu bringen. Zweiteres hat oft grossen Einfluss auf andere, bestehende Prozesse wie die Produktion. Das braucht dann mehr Vorlaufzeit.

Sie lancieren in diesen Tagen neue Innovationen. Worum handelt es sich? 

4B wird dieses Jahr 125 Jahre alt. Wir werden als erstes den Markenauftritt auffrischen und zukünftig mehr mit Emotionen arbeiten. Für das Jubiläumsjahr sind ausserdem noch viele weitere Innovationen in der Pipeline, die wir auf den Markt bringen werden. Dazu kommunizieren wir zu gegebener Zeit – unsere Kunden dürfen sich aber auf einige Überraschungen freuen.

Dürfen wir diese Innovationen dann auch an der Swissbau erleben?

Die Swissbau ist für 4B ein sehr wichtiger Meilenstein für alle Innovationen aus dem Jubiläumsjahr. Wir zeigen dort alles, was neu dazugekommen ist. Eine Einführungsphase dauert länger als einen Tag, da das Wissen darum zuerst in den Markt transportiert werden muss. Die Kunden müssen schliesslich davon wissen, dass diese Innovation neu auf dem Markt ist. Die Swissbau ist dafür ein grossartiges Instrument, weil wir dort die ganze Palette an Innovationskraft auf einmal präsentieren können. Wer uns besucht wird Freude daran haben und bestimmt einige positive Erlebnisse mitnehmen.

Wie laufen Ihre Geschäfte in Zeiten von Corona?

Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen ist ungebrochen gross. Uns geht es daher sehr gut. Das Jahr 2020 war ausserordentlich erfolgreich und auch ins neue Jahr sind wir super gestartet. Uns ist aber bewusst, dass wir damit in der aktuellen Situation sehr privilegiert sind. 

Wir stellen fest, dass unsere Kunden in so einer Krise noch mehr Wert auf einen soliden und zuverlässigen Partner legen. Hier zahlt sich unsere konsistente Arbeit und das grosse Engagement sicherlich aus, weil wir genau darauf ein grosses Augenmerk legen.

Für die kommenden Monate planen wir einige grosse Investitionen und sehen die Situation nach wie vor positiv. Selbstverständlich hegen auch wir den Wunsch nach Normalität, im Vergleich zu anderen sind aber keineswegs Klagen angebracht.

Wir alle haben viele Erfahrungen mit virtuellen Präsentationen und digitalen Events gemacht; was halten Sie von Online-Formaten?

Ich habe fast nur positive Erfahrungen gemacht. Trotzdem ist eine ausgewogenere Mischung aus digitalen und analogen Instrumenten in Zukunft sicher erstrebenswert. Schlussendlich finde ich wichtig, dass der gewählte Weg zielführend und effizient ist. Die Instrumente sollte man sich auf die Bedürfnisse zugeschnitten auswählen können – der richtige Mix ist das Optimum. Hinsichtlich unserer vorhin genannten Ziele, zum Beispiel, ist der Swissbau Live-Event viel zielführender als alle Online-Formate, da man sich persönlich treffen und in die Augen schauen kann.

Worauf freuen Sie sich am meisten an der Swissbau 2022?

Ich freue mich enorm auf die persönlichen Treffen und den Austausch mit den Kunden und unserem grossartigen Team. Der top Event von 2020 war wirklich ein Highlight für uns alle – das wollen wir unbedingt wiederholen.

Herzlichen Dank für das spannende Gespräch, Jean-Marc Devaud.


Jean-Marc Devaud
Jean-Marc Devaud, geboren 1964 in Basel, ist dipl. Marketingleiter und Absolvent eines Executive MBA der Universität Zürich und seit August 2019 CEO von 4B. In seiner Karriere arbeitete er in leitender Funktion sowohl in Familienunternehmen wie auch in internationalen Konzernen. Zuletzt bei der MCH Group in der Konzernleitung und als CEO einer Division mit global 20 Standorten und einem Umsatz von CHF 300 Mio. und 580 Mitarbeitenden.

4B – Fenster und Fassaden par excellence
4B ist ein führendes, auf Fenster und Fassaden fokussiertes Schweizer Unternehmen mit Hauptsitz in Hoch¬dorf (LU) und zehn Niederlassungen in allen Landesteilen. Es bietet seinen Kunden ein integriertes Angebot an Fenstern und Fassaden mit einem umfassenden Service und Dienstleistungen im Bereich von intelligenten Gebäudehüllen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz der Familie Bachmann und entstand 1896 aus der gleichnamigen Schreinerei. Es produziert seitdem in der Schweiz. Heute beschäftigt 4B mehr als 660 Mitarbei¬tende und erzielt einen Jahresumsatz von rund 186 Millionen Franken.

www.4-b.ch

 


 

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