18. – 21. Januar 2022

Swissbau Blog

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Funktionalität: der neue Wert einer Immobilie

Die fortschreitende Digitalisierung hat unseren Alltag in den verschiedensten Lebensbereichen grundlegend verändert. Im Haus und auch bei dessen Entstehung scheint diese Entwicklung jedoch noch nicht angekommen zu sein. Oder etwa doch? 

Schon heute sind bereits viele Haushaltsgeräte vernetzt und digitalisiert oder werden es nachträglich durch den Einsatz von Smart Home-Technologien. Digitalisierung bedeutet immer auch Veränderung. Gleichzeitig schafft sie Mehrwerte für die Bewohner sowie für alle anderen, die an der Entstehung eines Hauses beteiligt sind. Warum ist die Digitalisierung und Vernetzung im Haus etwas Besonderes? Die Antwort ist denkbar einfach: Im Smart Home basieren Anwendungen rein auf Software. Es sind keine Drähte, keine mechanische Einrichtung oder Ähnliches notwendig, damit Geräte im Haus interagieren. Das sorgt für mehr Flexibilität und ermöglicht zusätzliche Funktionalität zu geringen Kosten. Ein Smart Home kann so ohne grossen Aufwand über die Zeit immer wieder verändert werden. 

Einzelnen Geräten sind traditionell bestimmte Funktionen zugeordnet: Eine Türklingel hat die Funktion zu klingeln und für diese Anwendung sogar ein eigenes Stromnetz. Im smarten Zuhause hingegen sind Anwendung und Funktion getrennt. Ein Beispiel: Leuchten tauchen ein Zuhause in gemütliches Licht, können aber auch durch Blinken anzeigen, dass sich Besuch ankündigt, genauso wie die Klingel im Fall eines Feueralarms genutzt werden kann. Das ist letztlich alles eine Frage der Einstellung.

Dank einer Schnittstelle zum Web ist das Smart Home zudem immer auf dem aktuellen Stand. Neuerungen und Services können jederzeit heruntergeladen und direkt genutzt werden. Damit ist das vernetzte Zuhause bestens für die Zukunft gewappnet. So kann etwa die Steuerungslogik einer alten Heizungsanlage, die ja wie oben erwähnt im Smart Home auf Software basiert, über die Jahre an den Erkenntnisgewinn angepasst und damit energieeffizienter betrieben werden. 

In einem gewöhnlichen Haus wäre das undenkbar. Es sei denn, Sie bauen eine neue Heizungsanlage ein. Selbst komplexere Automatisierungen wie der digitalSTROM-Hagelwarner-Service, der bei einer Hagelwarnung Markisen und Storen automatisch einfährt und vor Hagelschlag schützt, oder die Bedienung des Hauses über einen Rollstuhl oder per Sprachbefehl sind auf Basis der Vernetzung bereits Realität.

Es gibt viele Gründe, heute vernetzt zu bauen oder eine Smart Home-Technologie nachzurüsten. Für den Kunden bietet die Smart Home-Technologie eine Vielzahl von Anwendungen für mehr Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz sowie die Möglichkeit, das Zuhause an individuelle Anforderungen oder die geänderte Lebenssituation anpassen zu können.

Die Fragen sind nun: Ist die gesamte Prozesskette von Planern über Architekten und natürlich den verschiedenen Installationsbetrieben auf diese digitale Welt eingestellt? Ist jedem klar, dass ein Planer oder Architekt, der für den Kunden Anwendungen plant, auf einmal einen grossen Handlungsspielraum hat, weil Vernetzungstechnologien dies quasi umsonst bieten? Ist bekannt, dass Elektronik so miniaturisiert wurde, dass das Raumdesign unangetastet bleibt? So können Smart Home-Technologien die bestehende Stromleitung nutzen und somit verschwinden die Komponenten unsichtbar hinter Tastern und in den Geräten.

Mir ist aufgefallen, dass der Fachmann zwar die Infrastruktur und die smarten Geräte im Haus implementiert und zur Verfügung stellt, die Kunden aber im Anschluss selbst festlegen, wie konkrete Anwendungsszenarien aussehen. Der Bereich der Anwendungen wird also mehr und mehr zum «Do-it-yourself-Markt», da der Kunde – wie beim Smartphone – selbst neue Anwendungen installiert und in Betrieb nimmt. Das ist auch eine Kundenerwartung. Heute ein Haus ohne intelligente Infrastruktur zu bauen, macht – meiner Meinung nach – keinen Sinn. Die technologischen Voraussetzungen sind da, entwickeln sich rasant und bieten zahlreiche Möglichkeiten. Nutzen wir diese und gehen wir auf den Wunsch der Kunden – ein smartes Zuhause zu haben – ein.

Martin Vesper ist CEO der digitalSTROM AG. Er gilt als ausgewiesener Experte für smarte Produkte, Prozesse, Energie, Kundenorientierung und starke Marken. Der studierte Wirtschaftsmathematiker führte bis 2011 die Yello Strom GmbH, ehe er die Führung der digitalSTROM AG übernahm. Die gleichnamige Vernetzungstechnologie ist eine mehrfach ausgezeichnete Smart Home-Lösung, die intuitive Bedienung mit unkomplizierter und designneutraler Installation vereint. Die deutsch-schweizerische Erfindung bietet eine Vielzahl smarter Anwendungen für mehr Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz. digitalSTROM wird in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden sowie weiteren europäischen Ländern vertrieben.
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