18. – 21. Januar 2022

Swissbau Blog

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Live-Erlebnis «Swissbau City 2022»

News  2022 wird die Swissbau zur Stadt mit Quartieren und Marktplätzen. Brand Director Rudolf Pfander verrät im Interview, warum es zeitgemäss ist, dass Aussteller und Besucher in verschiedenen Fortbewegungsgeschwindigkeiten aufeinandertreffen. Soviel vorweg: Die Swissbau bleibt ein Ort, wo der Dialog von Mensch zu Mensch im Vordergrund steht.



Herr Pfander, Sie lancieren an der Swissbau 2022 die «Swissbau City» – Was erwartet Aussteller und Besucher?

Die Antwort steckt im Namen. Mit Swissbau City übernehmen wir Elemente des Städtebaus, die wichtig sind für das gesellschaftliche Zusammenleben: Quartiere und Marktplätze sowie Strassen und Gassen als verbindende Elemente mit unterschiedlichen Fortbewegungsgeschwindigkeiten. Alle sind essenziell für die Identifikation und den Austausch untereinander. Diesen Gemeinschaftsgedanken nehmen wir in der Gestaltung der Swissbau 2022 auf. Aussteller und Besucher werden daher eine optisch veränderte Messe vorfinden, die die Informationsbedürfnisse zeitgemäss abdeckt und die Kommunikation von Mensch zu Mensch intensiviert.

Wie muss man sich diese optische Veränderung vorstellen?

Formal betrachtet ist Swissbau City ein neues Platzierungskonzept, das den Mittelgang abschafft. Dies erlaubt es uns, die Aussteller in Rechtecken, sprich Quartieren mit Innenhof, anzuordnen. So entsteht zusätzlicher Raum für den informellen Dialog unter den Ausstellern und mit den Besuchern. Ausserdem wird es in jeder der sechs Themenhallen einen Marktplatz als zentralen Treffpunkt geben.

Was genau passiert auf den Marktplätzen?

Auf den Marktplätzen treffen sich die spezifischen Fach-Communities, tauschen sich aus und es wird praktisches Wissen vermittelt. Zum Beispiel im Speakers Corner, wo Aussteller ihre Innovationen präsentieren können. Oder an den All-In-Theken, die Ausstellern als zweite Präsenz dienen oder neuen Ausstellern wie zum Beispiel Startups eine niederschwellige Teilnahme an der Swissbau ermöglichen. Ausserdem laden Bistros dazu ein, in ungezwungener Atmosphäre eine Pause einzulegen, sich bei einer Tasse Kaffee auszutauschen und das «Marktgeschehen» zu beobachten.

Wie grenzen sich die Praxisforen der Marktplätze vom Swissbau Focus ab?

Swissbau Focus widmet sich übergeordneten Themen. Er wird als interdisziplinäre Veranstaltungs- und Netzwerkplattform gemeinsam mit Branchenverbänden, Organisationen, Hochschulen und Medien betrieben. Auf den Marktplätzen geht es um die Produkte, Lösungen und Praxisbeispiele der ausstellenden Unternehmen.

Verändert sich das Swissbau Innovation Lab ebenfalls?

Am Konzept ändert sich nichts, dennoch gab es auch hier eine Weiterentwicklung. Mit dem Swissbau Innovation Lab on Tour wurde letztes Jahr im Herbst eine digitale Community-Plattform geschaffen und ein erster Live-Event im Zwischenjahr der Swissbau durchgeführt. An der Swissbau 2022 wird das Swissbau Innovation Lab wie bisher mit dem iRoom, der Innovation Village und dem Speakers Corner präsent sein. Neu wird die Plattform für digitale Transformation  in der Halle 1.2 direkt neben dem Bereich der Anbieter von IT-Lösungen zu finden sein.

Was ist die Motivation für all diese Veränderungen?

Wir wollen neue Massstäbe setzen und zeigen, wie die Messe der Zukunft aussieht. Swissbau City ist die konsequente Fortsetzung der Transformation der Swissbau, die wir im Laufe der letzten 10 Jahre mit Formaten wie Swissbau Focus, Trendwelt Bad und Swissbau Innovation Lab in Gang gesetzt haben. Diese Transformation beinhaltet die Vision, dass wir uns weg von einem Messekonzept bewegen, das den einzelnen Stand in den Mittelpunkt stellt. Man könnte sagen, wir arrangieren das auf der Messe vertretene Fachwissen neu und schaffen so ein verändertes, ganzheitlicheres Erlebnis.

Die mit Swissbau City angestossene Weiterentwicklung geht einher mit dem Wunsch der Aussteller, ihre Lösungsansätze, Innovationen und Praxisbeispiele nicht nur am eigenen Stand zu präsentieren. Mit den Quartieren und Marktplätzen sowie den damit verbundenen Präsentationsmöglichkeiten schaffen wir zusätzliche, informellere Dialogplattformen und die Möglichkeit, sich einem erweiterten Publikum zu präsentieren.

Stellen Sie das bisherige Messekonzept vollständig auf den Kopf?

Ja und nein. Der Aufbau der Messe bleibt in Grundzügen gleich. Ebenso gibt es nach wie vor die traditionellen Messestände. Swissbau Focus und Swissbau Innovation Lab bleiben als Weiterbildungs- bzw. Innovationsplattform bestehen.

Das neue Platzierungskonzept fordert die Aussteller jedoch dazu auf, aus ihren Ständen herauszutreten und in den Dialog zu treten. Nicht nur mit den Besuchern, sondern auch untereinander. Die Aussteller können zum Beispiel die Innenhöfe der Quartiere nutzen, um zusammen eine Erlebniswelt für die Besucher zu schaffen.

Swissbau City ist jedoch nur ein Schritt der Transformation, die uns vorschwebt. In Zukunft könnten sich die Aussteller in Themenquartieren zusammenfinden. Nehmen wir als Beispiel das Thema Altersgerechtes Wohnen. Statt dass die Lösungen hierfür über die ganze Swissbau verteilt zu finden sind, findet der Besucher alles an einem Ort – in einem Quartier - komprimiert vor.

Welche Vorteile haben die Aussteller vom neuen Messekonzept?

Für Aussteller ist es die Flexibilität. Einerseits schaffen wir mit neuen Teilnahmepaketen unabhängig von der Unternehmensgrösse attraktive Präsenzmöglichkeiten. Dazu gehören All-In-Thekendisplays, hochwertig individualisierbare All-in-Systemstände oder die Blackbox. Letzteres ist ein innovatives Standkonzept, bei dem ein schwarzer Raum virtuell ausgestattet wird. In diesem digitalen Showroom wird auch das Angebot nur virtuell dargestellt.

Andererseits sind die Aussteller flexibel, was die Anzahl ihrer Standorte bzw. Präsenzen an der Swissbau betrifft. Sie können sich an verschiedenen Orten und innerhalb von verschiedenen Formaten positionieren. Indem sie über mehrere Touchpoints innerhalb der Messe verfügen, erreichen sie neben ihren angestammten Zielgruppen nun auch solche, die bisher in ihrem Umfeld nicht anzutreffen waren.

Und was bedeutet Swissbau City für die Besucher?

Das neue Platzierungskonzept verändert das Messeerlebnis. Die Besucher werden spüren, dass sie an etwas Neuem teilnehmen und nehmen die damit verbundene Dynamik sehr direkt wahr. Bisher mussten sie auf die Aussteller zugehen und die Stände betreten. Nun bieten sich ihnen in den Innenhöfen der Quartiere und auf den Marktplätzen informellere Dialog- und Informationsmöglichkeiten mit Community-Charakter.  Und wie bereits angetönt, sollen die Besucher Anbieter auch rund um ein aktuelles Thema in den Quartieren finden können und sich so an einem Ort umfassend beraten lassen können.

Die Swissbau 2022 bietet viel Neues. Gibt es schon Reaktionen?
Die Weiterentwicklung der Swissbau bedingt die Einbindung der Aussteller und so sind wir schon seit Monaten mit vielen in Kontakt. Für uns besonders wichtig ist die Rückmeldung, dass die Swissbau als Marketinginstrument nicht an Relevanz verloren hat. Entsprechend begrüsst die Mehrheit der Aussteller die angestrebte Transformation. Sie verstehen sie als Chance, auf neue Art und Weise in den Austausch von Mensch zu Mensch zu treten.

Illustration Swissbau 2022
Mit dem neuen Konzept Swissbau City wird die Messe völlig neu gestaltet. Einerseits mit einer neuen Platzierung für die individuellen Standpräsenzen der Aussteller und neuen Teilnahme-Paketen. Und andererseits mit den zentralen Marktplätzen, welche die Identität der unterschiedlichen Themenbereiche stärken sollen.


Swissbau Marktplatz   Swissbau Marktplatz Halle 2
In jeder Themenhalle befindet sich ein zentraler Marktplatz. Auf diesen Marktplätzen können sich die Communities treffen, sich austauschen und es kann praktisches Wissen vermittelt werden. 

Der Swissbau Blog ist eine dialogorientierte Online-Plattform für aktuelle Beiträge zur Bauwirtschaft in der Schweiz. Neben zahlreichen Beiträgen aus dem Themenspektrum des Swissbau Focus liefert er regelmässig interessante News und Hintergründe zur Baubranche bzw. zur Swissbau selbst. Informationen zur Autorenschaft finden sich im Impressum. Bitte beachten Sie zudem die Blog Policy.
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