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Power to Gas – Pilotanlage im ostdeutschen Falkenhagen

Im August 2013 startete im brandenburgischen Falkenhagen eine zukunftsweisende Pilotanlage ihren Betrieb: Unter dem Motto «Power To Gas» wird dort Überschussstrom aus Wind und Sonne ins Gasnetz gespeichert. Errichtung und Betrieb der Anlage erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Energieunternehmen E.ON und der Swissgas AG. Die Schweizer Gaswirtschaft unterstreicht damit ihre Bemühungen, regenerative Energien über Grenzen hinweg zu speichern und zu transportieren.

Der gemeinsame Entscheid für den im Osten Deutschlands gelegenen Standort fiel, da Falkenhagen sowohl ein hohes Windstromaufkommen als auch eine bestehende Strom- und Gasinfrastruktur vorweist. Mittels Elektrolyse, die in Containern erfolgt, wird regenerativ erzeugter Strom in Wasserstoff umgewandelt und in das regionale Ferngasnetz eingespeist. Die gespeicherte Energie steht dann dem Erdgasmarkt zur Verfügung und kommt im Wärmemarkt, in der Industrie, in der Mobilität und bei der Stromerzeugung zum Einsatz. Die Anlage verfügt über eine Leistung von zwei Megawatt und dient als bedeutsamer Schritt, um die Technologie «Power To Gas» zur Marktreife zu führen.

«Nachhaltigkeit in seiner ganzen Vielfalt zu begreifen, hat auch etwas Lustvolles. Und ich bin überzeugt: Man ist erst bereit, sein Verhalten zu ändern, wenn man daran Freude hat.» sagt Daniela Decurtins im Interview mit der Swissbau.