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Swissbau Magazin: Expertenmeinungen zum Thema BIM

Publiziert am 19.11.2015 von Redaktion Swissbau
Expertenmeinungen BIM

News Die digitale Transformation schreitet stetig voran – auch in der Bauwirtschaft. Das Thema Building Information Modeling (BIM) wird im Rahmen des nächsten Swissbau Focus an verschiedenen Veranstaltungen unter dem Motto «Rettung durch Technik?» diskutiert. Im aktuellen Swissbau Magazin haben wir einigen Experten deshalb vorab die Frage gestellt, welchen Nutzen sie sich von BIM erhoffen. 

«Verunsicherung» ist ein Begriff, den man im Zusammenhang mit BIM immer wieder zu hören bekommt. Auch ETH-Professor und SIA Vorstandsmitglied Sacha Menz spürt das Verlangen der Praxis nach anwendbaren Regeln: «Um der Unsicherheit entgegenzutreten, braucht es Aufklärung, denn BIM ist bereits Realität. » Der Brückenschlag von der kulturell verankerten Entwurfs- und Baupraxis zur Digitalisierung sei für unsere Baukultur deshalb unabdingbar. Einen ersten wichtigen Schritt hin zu diesem Brückenschlag sieht Fritz Häubi von der Tromlitz Häubi GmbH in der Konkretisierung der unklaren Erwartungen, die in BIM gesteckt werden. Denn die nackten Zahlen sprechen laut dem Experten für sich:

Anhand ausländischer Erfahrungen kann mittelfristig über den gesamten Planungs- und Bauprozess mit einer Effizienzsteigerung zwischen 15 und 30 Prozent gerechnet werden.

Noch höher ist wohl der Anteil jener, die sich von BIM eine bessere Zusammenarbeit bei der Planung und Realisierung von Bauprojekten erhoffen. Mit gutem Grund, denn laut Peter Scherer von der Amstein + Walthert AG ist die verbesserte Koordination einer der zentralen Vorteile der neuen Methode. Die Basis dafür bildet die Bereitstellung transparenter, modellbezogener Informationen rund ums Projekt, bspw. zu konkreten Eigenschaften, zum Preis oder zu Serviceintervallen einzelner Komponenten. «Die Informationen werden mit dem digitalen Modell verknüpft und stehen den Beteiligten phasen- und bedarfsgerecht zur Verfügung», wie René Zuberbühler von der Mensch und Maschine Schweiz AG betont.

Der Nutzen der neuen Methode beschränkt sich aber keinesfalls auf die Planung. Denn die visuelle Kommunikation schafft Transparenz, die dem Bauherren gemäss Marco Waldhauser von der Waldhauser + Herrmann AG auch im Betrieb zugutekommt, etwa durch die Nutzung digitaler Möglichkeiten im Bereich Facility Management.

BIM bietet also zahlreiche Vorteile und wird deshalb in vielen Ländern wie Grossbritannien, Norwegen, Österreich oder den USA bereits aktiv gefördert. Aber es ist keine Wunderwaffe. Das betont auch Paul Curschellas, der sich als Präsident von buildingSMART Schweiz und als Mitglied der Kommission für Informatik des SIA mit dem Thema auseinandersetzt. Sein Fazit fällt klar aus: «Der Mehrnutzen von BIM ist das Eine. Die Befähigung der Beteiligten, das Potenzial der neuen Methode auszuschöpfen, ist aber der wahre Schlüssel zum Erfolg.»

Den vollständigen Artikel zum Digitalen Bauen finden Sie ab sofort im neuen Swissbau Magazin, eine Übersicht über die Swissbau Focus Veranstaltungen zum Thema sind in unserem Veranstaltungskalender abrufbar.

Im Bild von oben links nach unten rechts: Peter Scherer, René Zuberbühler, Fritz Häubi, Marco Waldhauser, Sacha Menz, Paul Curschellas
Redaktion Swissbau

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