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Schweizer Holzressourcen bergen ungenutzes Potential

Publiziert am 12.10.2011 von Christoph Rutschmann, Geschäftsführer Rüegg Cheminée AG und Präsident A EE
Holz Window

Meinung Holz ist eine der wenigen Ressourcen, die in der Schweiz in grösserer Menge zur Verfügung steht. Holz ist erneuerbar, klimaneutral sowie dezentral verfügbar und hat damit genau die Eigenschaften, die in Zukunft von allergrösster Bedeutung für die Sicherung unseres Wohlstandes und Komforts sein werden.

Jedes Jahr wachsen im Schweizer Wald etwa 10 Millionen Kubikmeter Holz nach. Die Nutzung liegt mit gut 5 Millionen massiv unter dem Zuwachs, theoretisch könnte man sie also verdoppeln. Das Geniale am Holz ist seine universelle Verwendbarkeit. Aus den schönen Baumstämmen entsteht wertvolles Baumaterial, aus denen mit weniger guter Qualität lassen sich Papier, Spanplatten und natürlich Brennholz in Form von Scheitern, Hackschnitzeln oder Pellets herstellen. Die Vielfalt der Verwendbarkeit ist einzigartig. Es ist folglich nicht nur sinnvoll, mehr Holz zu nutzen, sondern es ist ein absolutes Gebot der Stunde, dies nachhaltig zu tun. Nachhaltig heisst: Die Obergrenze der Nutzung liegt auf gleicher Höhe wie der Zuwachs. Bis möglichst nah an diese Grenze dürfen, können und müssen wir gehen.

Die Zukunft wird unser Tun beurteilen können. Wenn sie feststellt, dass wir unsere eigenen erneuerbaren Ressourcen nicht nachhaltig nutzten und stattdessen fossile, klimaschädliche, nicht erneuerbare Rohstoffe und Energieträger einsetzten, dann wird sie uns mit Recht schlechte Noten geben.

Besonders stark ist Holz als Baustoff für energieeffiziente Gebäude und als Brennstoff für effiziente Holzfeuerungen mit höchstem Wirkungsgrad und tiefsten Emissionen. Holz ist also der Stoff, aus dem unsere Zukunft besteht. Nutzen wir dieses Geschenk der Natur!

Christoph Rutschmann

Christoph Rutschmann

Christoph Rutschmann ist dipl. Forst Ing. ETH und Geschäftsführer der Rüegg Cheminée AG. Die Rüegg Cheminée AG ist ein führender und international tätiger Hersteller und Vertreiber von Holzfeuerungen für den Wohnbereich. Von 1989 bis 2010 war Christoph Rutschmann beim Aufbau und der Führung der Dachorganisation Holzenergie Schweiz beteiligt. Nebst weiteren zahlreichen Mandaten im In- und Ausland ist Christoph Rutschmann aktuell Präsident der Schweizerischen Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (A EE).

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