16. – 19. Januar 2024

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Architekturpreise 2022: Das sind die Siegerprojekte

Durch die beiden Architekturpreise «Das beste Einfamilienhaus» und «Der beste Umbau» wird einem breiten Publikum gute und bemerkenswerte Schweizer Architektur nähergebracht. Auch bei der 9. Austragung haben die beiden Fachjurys je ein Projekt geehrt, das nicht nur bezüglich Ästhetik und Gestaltung überzeugt, sondern auch innovative Ansätze hervorhebt und eine besondere Wohngeschichte erzählt.

Architektur gestaltet unsere Umwelt, unsere tägliche Umgebung. Die Schweiz steht dabei in bester Tradition hochwertiger Baukultur – und dies wird weit über unsere Grenzen hinaus wahrgenommen. In der Vielfalt der baulichen Aufgabenstellungen nehmen das Einfamilienhaus und der Umbau besondere Rollen ein als spannende Experimentierfelder für manchmal unkonventionelle Lösungen. Seit bald 20 Jahren widmen sich die Zeitschriften «Das Ideale Heim» sowie «Umbauen+Renovieren» mit ihren Architekturpreisen diesen interessanten Aufgabenstellungen. Auch bei der 9. Austragung von «Das beste Einfamilienhaus» und «Der beste Umbau» bewerteten die Fachjurys jeweils eine überzeugend reiche Vielfalt an Projekten. Nach intensiven, kontroversen und vielschichtigen Diskussionen schafften es zehn Einfamilienhäuser und zehn Umbauten in die Endausmarchung. Am Ende des Jurytages kürten die Jurys unter der Leitung der Architektinnen Barbara Holzer respektive Elisabeth Boesch jeweils ein ganz besonderes Wohnprojekt zum Sieger.

Einfamilienhaus «Jura libre» von Yvonne Rösch-Rütsche

Das Siegerprojekt des Architekturpreises «Das beste Einfamilienhaus» steht in Lajoux, mitten in der beeindruckenden Landschaft des Juras. Für die Jury unter dem Vorsitz von Barbara Holzer erzählt das Haus aus der Feder der Architektin Yvonne Rösch-Rütsche eine einmalige und vorbildliche Geschichte über eine gelebte Dorfgemeinschaft. «Das Projekt Jura libre positioniert sich mit einem konzeptionell eigenständigen, multifunktionalen Wohngebäude, das individuelle Lebensformen mit den komplexen Anforderungen im konkreten Kontext der strukturschwachen Region kongenial verknüpft», so Barbara Holzer. «Architektur und Design folgen dem Prinzip des Verwebens unterschiedlichster Komponenten, das Ganze entsteht gerade aus einer innovativen Choreografie von Räumen und Funktionen, dessen Architektur auch in seiner Ästhetik und Materialität besticht.» Yvonne Rösch-Rütsche hat einen einladenden Rückzugsort geschaffen, der ausschliesslich mit Handwerker*innen aus der Umgebung gebaut wurde und zu einem Leuchtturmprojekt für die Region Freiberge gewachsen ist.

 

Das beste Einfamiliehaus Bild 1
Das Haus nimmt die Typologie einer Scheune auf und fügt sich wie selbstverständlich in die ländliche Dorfstruktur.
(Foto: Matthias Dietiker)
Das beste Einfamiliehaus Bild 3
Der zweistöckige Wohnraum ist das edel gestaltete Herzstück des Hauses. (Foto: Matthias Dietiker)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wohnung «pour Denise» von camponovo baumgartner

Den Goldenen Handschuh für «Den besten Umbau» hat das kleine, aber feine Projekt von camponovo baumgartner erhalten. Die Zürcher Architekt*innen haben für eine Wohnung in Biel in einem Betonbau von 1973 eine ebenso unkonventionelle und überraschende wie schlüssige Antwort gefunden. «camponovo baumgartner überformen die verbleibenden Tragwände mit präzise gesetzten, geschwungenen Wandelementen und bauen in der leergeräumten Fläche eine innere Landschaft zum Wohnen und Arbeiten: ein fliessendes Raumgefüge, wo vielfältige Sichtbezüge trotz der geringen Abmessungen Weite suggerieren und das Tageslicht überall präsent ist. Dafür finden die Architekten einen ganz eigenen Ausdruck, der auch die opulenten Formen der 1970er-Jahre mit einem Augenzwinkern reflektiert», beschreibt die Jurypräsidentin Elisabeth Boesch. Mit diesem poetischen Beitrag ist dem jungen Team eine Architektur gelungen, bei der die sinnlichen Aspekte besonders zum Tragen kommen.

 

Der beste Umbau Bild 1
Anstelle des konventionellen Grundrisses ist ein offenes Raumkontinuum getreten, das aus losen, gerundeten Wandelementen besteht.
(Foto: Carl Naragh)

 

Weitere Informationen zu den Siegerprojekten und allgemein zu den Architekturpreisen finden Sie unter:

www.architekturpreise.ch

www.metermagazin.com 

Der Archithema Verlag ist Medienpartner der Swissbau.

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