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«Fehler haben auch etwas Positives»

Publiziert am 22.11.2018 von Redaktion Swissbau
Trial & Error
Swissbau Der Startschuss ist gefallen: «Trial and Error – Mut zur Fehlerkultur» lautet das Motto für die Swissbau 2020. Was sich hinter Satellite Partnern, Speakers-Corner und Fuckup-Night verbirgt und warum sich die Teilnahme an der grössten Baumesse der Schweiz lohnt, erklärt Messeleiter Rudolf Pfander im Interview.

Herr Pfander, die Swissbau 2020 ruft zur Fehlerkultur auf. Sollten Fehler Teil des Lösungsweges sein?

Die Schweizer Bauwirtschaft steht für Qualität und Beständigkeit. Jedoch werden etablierte Bauprozesse, die sich an linearem Denken und abgegrenzten Verantwortungsbereichen orientieren, immer öfter in Frage gestellt. Die Zukunft gehört interdisziplinären Teams – Teams, die gewohnte Pfade verlassen und so lange nach Lösungen suchen, bis sie die beste gefunden haben. Darum sollte Fehlertoleranz an Bedeutung gewinnen. Es braucht entsprechend ein Umdenken.
 
Wie sieht dieses Umdenken aus?
 
Versuchen wir etwas, sind aber nicht gleich im ersten Anlauf erfolgreich, sagen oder denken die wenigsten: «Toll, hast Du es probiert – weiter so, du schaffst es.» Die Swissbau 2020 stellt darum «Versuch und Irrtum» als Methode in den Fokus und möchte zum Umdenken motivieren. Fehler sollen nicht länger als Versagen betrachtet werden. Wer aus Fehlversuchen lernt, entwickelt sich weiter.

Wie beeinflusst das Motto «Trial and Error – Mut zur Fehlerkultur» die Swissbau 2020?
 
Das Motto ermöglicht eine neue Perspektive auf die aktuellen Themen der Bauwirtschaft und legt das Fundament für eine neue Fehlerkultur. Zudem zieht sich das Motto als roter Faden erstmals durch alle drei Gefässe – Messe, Swissbau Focus, Swissbau Innovation Lab:
Im Swissbau Innovation Lab für digitale Transformation integrieren wir neu einen Start-up-Hub; dort präsentieren sich Newcomer der Branche. Daneben gibt es einen Speakers-Corner, der Partnern des Swissbau Innovation Labs die Möglichkeit bietet, direkt im Innovation Village ihren Digital Use Case live zu präsentieren. Zudem können sich Aussteller neu als Satellite Partner mit ihrer Innovation oder ihrem F+E-Projekt direkt am eigenen Messestand präsentieren.
Im Swissbau Focus wird erstmals eine Fuckup-Night stattfinden. Hier erzählen Unternehmer, wie sie mit einigen ihrer Ideen gescheitert sind, was sie daraus gelernt haben und was schliesslich zum Erfolg geführt hat.
Mit diesen neuen Inhalten nehmen wir das Motto gezielt auf. Der Zyklus von Versuch, Fehlschlag und Neuanfang fliesst so direkt in die Swissbau 2020 ein und ermutigt Aussteller wie Besucher zur besagten Fehlerkultur.

«Aus Fehler lernen und weiter entwickeln» als wichtiger Grundsatz – was haben Sie von der Swissbau 2018 mitgenommen?
 
Die Sonderschau Swissbau Innovation Lab haben wir im 2018 zum ersten Mal durchgeführt und haben dazu sehr viel positive Resonanz erhalten. Das Veranstaltungs- und Netzwerkformat Swissbau Focus zieht nach wie vor sehr viele Entscheidungsträger der Bau- und Immobilienwirtschaft an. So haben wir die Relevanz der Swissbau vergrössert branchenintern ist und bleibt die Swissbau die Dialogplattform per se. Nichtsdestotrotz gilt es die Messe als analoges Format attraktiv zu halten und weiter zu entwickeln – für Aussteller wie Besucher. Dafür arbeiten wir stetig an neuen Erfolgsformaten.

Redaktion Swissbau

Redaktion Swissbau

Der Swissbau Blog ist eine dialogorientierte Online-Plattform für aktuelle Beiträge zur Bauwirtschaft in der Schweiz. Neben zahlreichen Beiträgen aus dem Themenspektrum des Swissbau Focus liefert er regelmässig interessante News und Hintergründe zur Baubranche bzw. zur Swissbau selbst. Informationen zur Autorenschaft finden sich im Impressum. Bitte beachten Sie zudem die Blog Policy.

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