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Gemeinsam stärken wir den Schweizer Gebäudepark

Publiziert am 12.10.2017 von Benoît Revaz, Direktor des Bundesamtes für Energie (BFE)
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Meinung Der Gebäudepark ist verantwortlich für fast die Hälfte des Schweizer Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen und spielt somit eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050. Mit dem Gebäudeprogramm fördern Bund und Kantone die Transformation und setzen sich zum Ziel, Hauseigentümer umfassend über mögliche Effizienzmassnahmen zu informieren.

Mit dem Ja zum revidierten Energiegesetz sagte die Schweiz im Frühjahr 2017 Ja zur Fortführung des 2010 gestarteten Gebäudeprogramms. Ein Programm, das vom Bund und von den Kantonen gemeinsam getragen wird – mit Erfolg. Es bildet inzwischen einen wichtigen Bestandteil der Schweizer Energie- und Klimapolitik, denn es fördert schweizweit energetische Sanierungen und Ersatzbauten. Allein 2016 konnten so rund 2,9 Millionen Tonnen CO2 und rund 14'400 Gigawattstunden Energie eingespart werden. Künftig lassen sich auch Ersatzbauten von den Steuern abziehen. 

Doch es bleibt viel zu tun 
Der Schweizer Gebäudepark verbraucht über 40 Prozent unserer Energie. Das liegt unter anderem daran, dass über 1,5 Millionen alte Gebäude sanierungsbedürftig sind. Viele sind schlecht gedämmt und heizen noch fossil. Pro rundum saniertes Einfamilienhaus könnten die Bewohnenden bis zu vier Tonnen CO2 im Jahr einsparen, ohne Komfortverlust. Entsprechend gross ist das Potenzial für Effizienzmassnahmen in diesem Bereich. 
 
Was braucht es nun, damit das Gebäudeprogramm auch künftig ein Erfolg wird? Gefragt sind dazu – neben Energieberatern – Experten aus der Baubranche. Sie können Hauseigentümer vor Ort darin beraten, wie diese ihr Energiesparpotenzial wirkungsvoll ausschöpfen und mit nachhaltigen Lösungen kombinieren können, z. B. mit Solarstrom vom eigenen Hausdach. Während der Swissbau 2018 erhalten Sie hierzu am Stand von EnergieSchweiz Informationen aus erster Hand.

An der Swissbau erfahren Sie ebenfalls, welche Trends es bezüglich Baustandards gibt. Neu sind beispielsweise Zertifizierungen nach dem umfassenden Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz möglich. Dieser ergänzt bestehende Normen wie den Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK), das Minergie-Label und das 2000-Watt-Areal. Die ersten in verschiedenen Schweizer Städten betriebenen 2000-Watt-Areale wurden übrigens bereits ausgezeichnet. 

Lassen Sie sich von diesen und weiteren Praxisbeispielen inspirieren: Sagen auch Sie Ja zu einer nachhaltigen Energiezukunft und bauen Sie mit uns auf das Gebäudeprogramm. 
Benoît Revaz

Benoît Revaz

Benoît Revaz leitet seit Oktober 2016 das Bundesamt für Energie (BFE). Der Unterwalliser studierte Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg (Schweiz) und bildete sich in Kommunikation und Management weiter. Er arbeitete als Strategieberater für Energiefragen bei E-CUBE Strategy Consultants (2014–2016). Erfahrungen in der Privatwirtschaft sammelte er u.a. in den Generaldirektionen von Alpiq (2009–2013), EOS Holding (2004–2008) und EEF (1999–2004).

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