Medien

Swissbau 2016: Das Thema Bauen als Besuchermagnet

Publiziert am 16.01.2016 von Muriel Mangold
Eröffnung Ueli Maurer
Bundesrat Ueli Maurer eröffnete die diesjährige Swissbau mit verhalten optimistischen Tönen. Verhalten, weil die Baubranche in einigen Regionen der Schweiz in jüngster Zeit Umsatzeinbussen zu verzeichnen hatte. Optimistisch, weil auch er sich von der Innovationskraft, der Kreativität und der Vielfalt der im Rahmen der Swissbau präsentierten Produkte und Lösungen begeistern liess. «Lassen Sie mich vorab ganz herzlich gratulieren zu dieser Messe», so Maurer wörtlich.

Beeindruckende Vielfalt bei Angeboten und Besucherstruktur

Mit über 1'100 Ausstellern aus 19 Ländern bot die Swissbau 2016 eine immense Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen aus den Fachbereichen Konzept und Planung, Baustelle und Werkhof, Rohbau und Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Innenausbau. Diese Vielfalt sowie das Selbstverständnis der Aussteller, die an der Swissbau vor allem auch als Branchenvertreter und nicht nur als Marktkonkurrenten auftreten, widerspiegelt sich auch in der Besucherstruktur. Für Messeleiter Rudolf Pfander ist dies eine der grössten Stärken der Swissbau: «Während der Messe begegnen mir zahlreiche Handwerker, Architekten und Planer, die sich für ganz konkrete Problemstellungen interessieren. Ich treffe aber immer wieder auch auf Investoren und Portfoliomanager die sich an der Swissbau eine Übersicht über die aktuelle Lösungen und Entwicklungen der gesamten Bauwirtschaft verschaffen.»

Ästhetische und technische Highlights
Neben den aufwändigen, mit viel Liebe zum Detail realisierten Messeständen und Aktivitäten wurden dem Fachpublikum auch zahlreiche weitere Highlights geboten. In den beiden Trendwelten Bad und Küche, der schweizweit grössten Ausstellung dieser Art, reihten sich preisgekrönte Lösungen aneinander, die Effizienz und Ästhetik in Perfektion vereinen. Das neuartige Ausstellungskonzept Raumwelten schickte die Besucherinnen und Besucher des Bereichs Innenausbau auf eine sinnliche Erlebnisreise.

Beim Treffpunkt Handwerk stand hingegen eher die Action im Zentrum. Die stilecht inszenierte BauBeiz bot den passenden Rahmen für informelle Gespräche am Rande des Messetrubels. Zusätzlich belebt wurde der Treffpunkt Handwerk durch den Baublatt-Cup und die Vorausscheidungen zu den WorldSkills der Maurer, die 2017 in Abu Dhabi stattfinden werden. Neun Nachwuchstalente zeigten hier während der gesamten Messe ihr Können. Am Ende wurde Kevin Hofer aus Rothrist zum Sieger erkoren. Er und die sechs nachfolgend Platzierten werden im November die Gelegenheit erhalten, sich definitiv für das Ticket nach Abu Dhabi zu qualifizieren. Kevin Hofer war indes nur einer von vielen Siegern, welche im Rahmen der zahlreichen Wettbewerbe und Veranstaltungen prämiert wurden. Herauszuheben wären hier sicherlich die Auszeichnung der vorbildlichen Unternehmer 2015/2016, sowie die Verleihung des mit 50‘000 Franken dotierten Umweltpreises.

Hochkarätig besetzte Veranstaltungsreihe
Preisgekrönte Lösungen versprach auch das Netzwerk- und Veranstaltungsformat Swissbau Focus, das sich 2016 dem Motto «Rettung durch Technik?» widmete. Hier diskutierten renommierte Experten aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Gesellschaft über die anstehenden Herausforderungen. Dabei zeichneten sich mit Blick auf den Energiebereich auch zahlreiche Chancen ab. Um diese auch vollumfänglich nutzen zu können, verpflichteten sich die Branchenvertreter mit der Unterzeichnung einer Charta zur Bildungsinitiative im Energiebereich. Bundesrätin Doris Leuthard, welche die Charta im Rahmen der Swissbau entgegennehmen durfte, zeigte sich in einer kurzen Ansprache äusserst glücklich über dieses Bekenntnis. Zumindest erfreut dürfte sie sicherlich auch über die Lancierung des neuen «Labels Nachhaltiges Bauen Schweiz» gewesen sein, die am letzten Messetag über die Bühne ging.

Effizienzgewinne dank Digitalisierung
Der Erfolg der Energiestrategie ist nach einhelliger Meinung der Expertinnen und Experten eng mit dem technologischen Fortschritt verknüpft. Einerseits geht es dabei um neue Verarbeitungstechniken für bestehende Baustoffe wie einheimisches Buchenholz, andererseits aber auch die digitale Transformation unseres Alltags. Letztere bildete denn auch ein Schwerpunktthema des diesjährigen Swissbau Focus. Der Holländer Tim Geurtjens, der mit seiner Firma MX3D in Amsterdam an einer Brücke aus dem 3-D-Drucker arbeitet, zeigte sich überzeugt, dass diese Technologie in Zukunft zu weniger Materialverschleiss und damit zu mehr Effizienz auf dem Bau führen wird. Die Konsequenzen der Digitalisierung für die Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft wurden von den Diskussionsteilnehmern demgegenüber als weniger bedrohlich eingestuft. «Handwerk und Robotik gehen Hand in Hand», erklärte bspw. ETH-Professor und SIA Vorstandsmitglied Sacha Menz. Um sich künftig noch intensiver über Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Bauwirtschaft austauschen zu können, wurde im Rahmen des Swissbau Focus die Organisation Bauen digital Schweiz offiziell gegründet.


Ein komplettes Informationspaket für Ihre Berichterstattung

Die verschiedenen Highlights der Swissbau sind auf swissbau.ch/medien umfassend dokumentiert. Sie finden dort beispielsweise die Eventreports der wichtigsten Veranstaltungen im Swissbau Focus mit Video-Interviews der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ausserdem haben wir in unserer Bilddatenbank eine Auswahl mit den besten Eindrücken rund um die Messe zusammengestellt. Bei spezifischen Fragen stehen wir Ihnen gerne auch persönlich zur Verfügung.

Jetzt schon vormerken: die nächste Swissbau findet vom 16. bis 20. Januar 2018 in Basel statt.

Medienkontakt

Muriel Mangold
Head Communications
Muriel Mangold
+41 58 206 22 63

Downloads

Veröffentlicht unter: