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Swissbau Magazin: Expertenmeinungen zum automatisierten Wohnen

Publiziert am 08.12.2015 von Redaktion Swissbau
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News Im digitalen Zeitalter entwickelt sich unser Wohnraum immer mehr zum Smart Home, das sich bequem über Touchscreens, Smartphones oder Tablet steuern lässt. Optimales Raumklima, vernetzte Geräte, individuell angepasster Komfort; alles voll automatisiert, technisch durchgestylt und selbst aus der Ferne kontrollierbar. Wird die Ästhetik unserer Wohnwelt zunehmend von der Technik beherrscht oder sind dieser Entwicklung Grenzen gesetzt? Diese Frage haben wir im aktuellen Swissbau Magazin verschiedenen Experten gestellt. 

Kaum ein Sektor des Zuhauses wurde durch clevere Technologien im Laufe der Jahrzehnte derart revolutioniert wie die Hausarbeit. Für Anita Simeon Lutz, Chefredakteurin der Wohnzeitschrift «Das ideale Heim», erleichtert uns die Technik zweifelsfrei das Leben. «Sie muss jedoch im Dienste der Menschen stehen und nicht umgekehrt», stellt sie klar. Damit macht Lutz deutlich, dass bei allen technischen Errungenschaften immer ein Platz für Sinnlichkeit reserviert bleiben muss: «Gerade in Küche und Bad sind wir am meisten auf unser Menschsein, auf uns selbst zurückgeworfen. Tast-, Geruchs- und Genusssinn kann keine Technik der Welt ersetzen.»

Nichtsdestotrotz ist es unumstritten, dass einzelne Räume bei der Weiterentwicklung des «Gesamtsystems Haus» in Zukunft nicht völlig ausgeklammert werden können, gerade im Sinne der Nachhaltigkeit. Dies betont auch Hanspeter Tinner, Geschäftsführer der Geberit Vertriebs AG: «Im Bad hat intelligente Technik ebenfalls längst Einzug gehalten und macht dem Nutzer das Leben einfacher und angenehmer». Klaus Schneider, Geschäftsführer der Firmen Keramik Laufen AG und Similor AG, ist deshalb überzeugt, dass sich «moderne Badgestaltung durch einen raffinierten Mix zwischen Design, intelligenter Funktionalität und Nachhaltigkeit auszeichnet.» Im Fokus steht hier zurzeit ein möglichst sparsamer Umgang mit Wasser – mithilfe des Einsatzes formschöner Technik und ohne spürbare Komforteinbussen.

Der Wasserverbrauch spielt auch im Küchenbau eine Rolle. Allerdings stehen hier gemäss Peter Holliger, Geschäftsführer der AFP Küchen AG, vor allem praktische Helfer und technologische Weiterentwicklungen der Materialien im Vordergrund. «Im Gegensatz zu den Küchengeräten ist die Entwicklung bei den Möbeln nicht so spektakulär», wie er ergänzt. Erstere entwickeln sich dank Mikroprozessoren und -sensoren hingegen zu wahren Wunderapparaten. Für David Spielhofer, CEO der bulthaup Schweiz AG und Präsident des Branchenverbands küche schweiz, ist dies grundsätzlich sinnvoll. Und dennoch stehe das Sinnliche auch hier im Vordergrund: «Eine Küche bleibt eine Küche. Sie wird nur dann mit Leben erfüllt, wenn Menschen darin kochen, geniessen und entspannen.»

Das Fazit ist somit klar: Unser privates Zuhause ist keine Fabrik, die durch und durch rationalisiert und automatisiert werden muss. Dirk Hoffmann, CEO der V-Zug AG, bringt es auf den Punkt:

«Letztlich sind wir es selbst, die die Grenzen und Möglichkeiten der Technik in unserer persönlichen Umgebung bestimmen. In unserem privaten Lebensraum geniessen und aktivieren wir die Vorzüge der Technik immer dann, wenn sie den Komfort erhöhen, dabei aber unaufdringlich und fast ‹unsichtbar› bleiben.»

Den vollständigen Artikel über die neuen Trends in der Wohnwelt und den Einfluss der Technik auf unser Zuhause finden Sie ab sofort im neuen Swissbau Magazin, eine Übersicht über die Swissbau Focus Veranstaltungen zum Thema ist in unserem Veranstaltungskalender verfügbar.

Im Bild von oben links nach unten rechts: Dirk Hoffmann, David Spielhofer, Klaus Schneider, Anita Simeon Lutz, Hanspeter Tinner, Peter Holliger
Redaktion Swissbau

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