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«Mit den Raumwelten schaffen wir ein weiteres Highlight»

Publiziert am 15.09.2015 von Redaktion Swissbau
Martin Heller Atelier

News Die Neugier der Besucher ist ein zentraler Schlüsselfaktor für den Erfolg einer Messe. Keiner weiss das besser als Martin Heller. Der gebürtige Basler verfügt im Kultur- und Ausstellungsbereich über einen einzigartigen Erfahrungsschatz und ist stets auf der Suche nach neuen Ideen für räumliche Inszenierungen, die überraschen und begeistern. Im Interview erklärt er, was das neue Ausstellungskonzept Raumwelten für ihn bedeutet und wie er diesem an der Swissbau 2016 Leben einhauchen will. 

Martin Heller*, Sie haben das Konzept Raumwelten in Zusammenarbeit mit dem Architekten Sergio Cavero sowie Ihrem Mitarbeiter Frerk Froböse entwickelt. Was bedeutet der Begriff für Sie – und was bezwecken Sie damit?
«Der Begriff Raumwelten liefert  eine konzeptuelle Klammer für die unterschiedlichen Anbieter in der Halle 2.0. Ihnen allen geht es um Raum, vor allem um Innenraum. Deshalb wollen wir diesen Raum konkret verändern. Ziel ist, die strenge Geometrie der Halle mit den langen, geraden Gängen aufzubrechen, das typische Messebild zu verändern und urbaner zu interpretieren. Wir bieten neu auch Ruhezonen an, um den Raum zu geniessen, etwas zu essen, sich zu erholen oder Gespräche zu führen. Bei deren Gestaltung und Materialisierung können sich die Aussteller beteiligen. Mit kleinen experimentellen Objekten an Boden, Wand und Decke – sogenannten Teasern – verfügen sie über eine weitere Gelegenheit, sich ausserhalb des Messestandes in Szene zu setzen. Wir sehen diese Teaser als kleine Fingerübungen, die wie Willkommensgrüsse für positive Ablenkung sorgen. Sie verteilen sich idealerweise über die ganze Halle und legen einen eigenen Pfad durch die Raumwelten.»

Schaffen Sie nicht eine Konkurrenz zu den klassischen Messeständen, wenn Sie mit den Teasern eine neue Spur durch die Halle legen?
«Im Gegenteil: Wir sehen sie als bereichernde Ergänzung. Sie punktieren den Raum wie kleine bunte Smarties und verlocken die Besucher, auch die entfernteste Ecke der Halle noch aufzusuchen. Darin sehe ich einen deutlichen Vorteil für die Aussteller. Die Teaser sind von firmeneignen Designteams oder vielleicht auch von beauftragten Künstlern geschaffen. Zwar sprechen wir bei den Teasern bewusst nicht von Kunst, aber wir formulierten Anforderungen, um ein gewisses Qualitätsniveau zu garantieren. Wir wünschen uns, dass aus solch kuratorischer Begleitung ein weites Feld von unterschiedlichen Gestaltungsansätzen entsteht.»

Welchen Mehrwert erzielen Messe, Besucher und Aussteller mit den Raumwelten?
«Für die Messe können die Raumwelten ein weiteres Highlight werden – sie geben der Halle 2.0 eine neue Identität. Den Ausstellern bieten sie ein Experimentierfeld, auf dem sie mit überschaubarem Aufwand und Risiko neue Erfahrungen machen können.

Entstehen soll eine neuartige, chancenreiche Präsentation, die beim interessierten Fachpublikum mehr Beachtung findet. Die Besucher wiederum erhalten eine Orientierungshilfe und etliche Überraschungen für ihren Messebesuch.

Zur Ankündigung des neuen Konzepts werden wir im Foyer einen plakativen Auftakt präsentieren. Es soll sich schnell herumsprechen, dass es in den Raumwelten viel Interessantes zu entdecken gibt.»

Das gesamte Interview mit Martin Heller finden Sie ab November 2015 im neuen Swissbau Magazin. Zu welchen räumlichen Inszenierungen dieser kreative Prozess schlussendlich führen wird, können Sie vom 12. bis am 16. Januar 2016 an der Swissbau erleben.

* Martin Heller hat seinen Werdegang an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel begonnen. Nach einem zweiten Studium an der Universität Basel war er an den unterschiedlichsten Stationen im Kultur- und Ausstellungsbereich aktiv, unter anderem als Direktor des Museums für Gestaltung Zürich und als künstlerischer Direktor der Expo.02. Seit 2003 ist Heller selbständiger Kulturunternehmer (Heller Enterprises, Zürich) und betreut unterschiedlichste Projekte namentlich in der Schweiz, Deutschland und Österreich.

Bildcredit: Markus Bertschi, 2010

Redaktion Swissbau

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