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Innovationen des Metallbaus für den Ausbau der Solarenergie

Publiziert am 09.11.2012 von Umberto Colicchio, Leiter Metallbau der Schweizerischen Metall-Union
Solarfassade Window

Meinung Die Endlichkeit der fossilen Energieträger und die Diskussionen rund um die Atomenergie sind Dauerthemen in der Öffentlichkeit. Selbst der Bundesrat ist der Meinung, dass eine langfristige und effiziente Energiepolitik auf Erneuerbaren Energien aufbauen muss. Entscheidender Faktor in der erfolgreichen Umsetzung dieser Vision wird die Verwendung von Solarstrom sein.

>Denn diesen gibt es zu Genüge: In der Schweiz ist die jährliche Solareinstrahlung 220 Mal höher als der eigentliche Energieverbrauch!

Auch der Metallbau kann diese alternative Energiequelle angehen und so neue Angebote für die Kundschaft erschliessen. Die Grundlagen für die erfolgreiche «Zusammenarbeit» von Metallbau und Solartechnologie sind gegeben: Beide verbindet den Grundgedanken zur Nachhaltigkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein. So baut die Schweizer Stahl- und Metallbaubranche mit nahezu 100% Recyclingmaterial. Rezyklierter Stahl wird mit 70% weniger Energie hergestellt und verursacht 85% weniger CO2.

Die Schweizerische Metall-Union SMU ist sich dieser technologischen Entwicklungen bewusst. Um die Metallbaubranche aktiv darin zu unterstützen, macht sie sich auch in der Weiterbildung stark: In Zusammenarbeit mit swissolar konnten bis jetzt über 200 Metallbauer SMU-Weiterbildungen zur Solartechnologie besuchen.

Sei es die eintägige «Solar-Schulung» oder der einwöchige «Praxis- und Fachkurs Solartechnologie im Metallbau» – den Unternehmern werden zahlreiche Möglichkeiten geboten, ihr Know-How zu vertiefen und das Angebot für die Kundschaft ausbauen. Neu dazu kommt demnächst eine Weiterbildung mit Fachausweis «Projektleiter Solarmontage».

Für Bauherren sind die innovativen Lösungen aus Metall mit Solartechnik lohnenswert: Die neuen Möglichkeiten sind nicht nur vernünftig, sondern auch kosteneffizient. Kürzlich informierte Raimund Hächler, von der auf Solartechnologie spezialisierten Firma ars solaris hächler, während einer Schulung: «Anstelle von herkömmlichen Fassaden, in Kombination mit Beschattungs-Systemen, können solare Fassaden-Elemente ohne Beschattungs-Systeme eingebaut werden. Diese brauchen den Kostenvergleich nicht zu scheuen und der spätere Ertrag ist ein wesentlicher Pluspunkt.»

Es ist also klar, dass der neue Energie-Weg, wie jüngst vom Bundesrat vorgeschlagen, auch über die Photovoltaik gehen muss. Damit wird Solarenergie nebst der Wasserkraft zum zweiten Standbein in der Energiepolitik. Damit leisten wir nicht nur einen Beitrag an unsere Umwelt, sondern auch für zukünftige Generationen. Ich bin überzeugt, dass die Ampeln für unser aller Engagement nun auf grün stehen. Packen wir es also an!

Im Themenanlass «Junge bauen die Schweiz» wurden wichtige Fragen zur Zukunft der Schweiz gestellt. Das Ergebnis der Veranstaltung ist im Eventreport zusammengefasst.

Umberto Colicchio

Umberto Colicchio

Umberto Colicchio ist Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizerischen Metall-Union und hat dort die Leitung Metallbau inne. Des Weiteren ist Herr Colicchio Vorstandsmitglied von Stahlpromotion Schweiz, dem neuen Dach, unter dem die Verbände des Stahlhandels (SSHV), des Stahlbaus (SZS) und des Metallbaus (SMU) zusammenarbeiten.

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