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Junge setzen sich mit zukünftigen Bauformen auseinander

Publiziert am 29.05.2012 von Umberto Colicchio, Leiter Metallbau der Schweizerischen Metall-Union
Zukunft Wohnen Window

Meinung Im Rahmen der Swissbau hat die Schweizerische Metall-Union den Umgang mit Social Media erprobt: Auf Facebook wurden Jugendliche gefragt, wie sie im Jahr 2030 wohnen möchten. Die Antworten zeigen klare Vorlieben: Konstruktionen aus Metall, Alu und Glas mit viel Platz sollen es für die zukünftigen Bauherren sein. Der Trend hin zu verdichtetem Bauen und urbanen Zentren, den die Fachwelt seit Jahren intensiv beschäftigt, wird von den Befragten bestätigt.

Da kommt es den städtischen Raumplanern gelegen, dass sich fast 30 % der Jugendlichen 2030 in einem Hochhaus wohnen sehen. Die Studie «Zukunft Land Bau Schweiz» vom Think Tank W.I.R.E. sieht dafür im Stahlbau die Lösung: «In die Höhe zu bauen wird eine Notwendigkeit. Das fördert den Einsatz von Stahl. Denn im Vergleich mit anderen Materialen eignet er sich sehr gut für die Bauweise in die Höhe.»

Der Grossteil der befragten 13- bis 19-Jährigen erwartet aber vor allem eines: Energie-Intelligenz! Die Produktion von erneuerbarer Energie und insgesamt energiesparende Lösungen müssen im Zentrum des Bauens stehen.

Gewünscht sind autarke Bauweisen. Da sind der Metall- und Stahlbau optimale Voraussetzungen. Denn in Zukunft werden die Gebäude vor allem auch über die Fassade Energie produzieren. Da sind auch überraschende Lösungen denkbar, die das Projekt Hochhaus neu definieren. So zeigt das Mailänder Projekt «Bosco Verticale», wie Hochhäuser intelligent mit der Natur vernetzt werden. Zwei sogenannte Waldhochhäuser stehen mitten in der Stadt, sind aber abgeschirmt durch viele Pflanzen. Dieses pflanzliche Element ist heute bei hohen Bauten möglich und kreiert ein Mikroklima, das die thermischen Schwankungen reduzieren soll. Das Projekt basiert auf einer Studie, die von Botanikern und Ingenieuren erarbeitet wurde. Untersucht wurde der Windwiderstand der bis zu sieben Meter hohen Pflanzen. Zudem wurde die Platzierung der Bäume in Bezug auf die Sonneneinstrahlung in den verschiedenen Jahreszeiten angeschaut. Mitten in der Grossstadt wohnen und trotzdem im Grünen leben können: Ich hoffe, dass dieser Wunsch bald in Erfüllung geht und so den Ansprüchen der Jugendlichen gerecht wird!

Im Rahmen des Themenanlasses «Junge bauen die Schweiz» hat Umberto Colicchio ein Videointerview zum Thema gegeben. Das Videointerview finden Sie im Eventreport zum Anlass.

Umberto Colicchio

Umberto Colicchio

Umberto Colicchio ist Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizerischen Metall-Union und hat dort die Leitung Metallbau inne. Des Weiteren ist Herr Colicchio Vorstandsmitglied von Stahlpromotion Schweiz, dem neuen Dach, unter dem die Verbände des Stahlhandels (SSHV), des Stahlbaus (SZS) und des Metallbaus (SMU) zusammenarbeiten.

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